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Midterms 2026: USA wählen Kongress – Republikaner verteidigen Mehrheit

vor 10 Stunden
3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Bei den Midterms 2026 am Dienstag, 3. November, werden alle 435 Sitze im US-Repräsentantenhaus und 35 der 100 Sitze im Senat neu vergeben.

  • In 36 Bundesstaaten stehen zudem die Gouverneursposten zur Wahl.

  • Die Republikaner halten in beiden Kammern knappe Mehrheiten: 218 zu 214 Sitze im Repräsentantenhaus, 53 zu 47 im Senat.

  • Die ersten Wahllokale schließen um Mitternacht deutscher Zeit, ein aussagekräftiges Gesamtbild wird zwischen 5 und 7 Uhr erwartet.


In den Vereinigten Staaten wird gewählt: Bei den Midterms 2026, den Zwischenwahlen zur Mitte der Amtszeit von Präsident Donald Trump, entscheiden die Wählerinnen und Wähler am Dienstag, 3. November 2026, über alle 435 Sitze im Repräsentantenhaus und über 35 der 100 Sitze im Senat. Hinzu kommen Gouverneurswahlen in 36 Bundesstaaten sowie zahlreiche regionale Wahlen und Bürgermeisterwahlen.


Für Trump und die Republikaner geht es um die Kontrolle des Kongresses. Sie halten in beiden Kammern nur knappe Mehrheiten. Erste Ergebnisse werden nach deutscher Zeit in der Nacht zu Mittwoch erwartet.


Was bei den Midterms 2026 zur Wahl steht

Das Repräsentantenhaus wird alle zwei Jahre vollständig neu gewählt. Senatorinnen und Senatoren amtieren sechs Jahre; alle zwei Jahre wird etwa ein Drittel der Sitze neu vergeben. Diesmal sind es 35 Senatssitze.


Laut ZDFheute halten die Republikaner derzeit 218 Sitze im Repräsentantenhaus, die Demokraten 214. Für eine Mehrheit sind 218 Sitze nötig. Im Senat stehen 53 republikanische 47 demokratischen Sitzen gegenüber. Von den 35 Senatssitzen, die jetzt zur Wahl stehen, verteidigen die Republikaner 22, viele davon in traditionell republikanisch wählenden Bundesstaaten.


Wie die Prognosen für Repräsentantenhaus und Senat aussehen

Der Cook Political Report, ein auf US-Wahlen spezialisierter Analysedienst, stuft nach Angaben von ZDFheute 220 der 435 Sitze im Repräsentantenhaus als sicher oder tendenziell demokratisch ein. Viele Beobachter erwarten deshalb, dass die Demokraten die Mehrheit in dieser Kammer zurückgewinnen.


Im Senat gilt etwa jedes fünfte der zur Wahl stehenden Rennen als „Toss-up“, also als völlig offen. Umkämpft sind laut ZDFheute unter anderem die Senatswahlen in Iowa, Kansas, Michigan, Maine, Ohio und Texas sowie in Alaska. In Georgia gelten die Demokraten als favorisiert.


Viele Amerikanerinnen und Amerikaner haben bereits abgestimmt: Vier Tage vor dem Wahltag hatten mehr als 44 Millionen Wahlberechtigte ihre Stimme vorzeitig abgegeben.


Welche Themen den Wahlkampf prägen

Die Lebenshaltungskosten bestimmen den Wahlkampf. Nach einem Bericht von ZDFheute vom 3. November 2026 lag die Inflationsrate in den USA im September bei 3,7 Prozent, nach 3,4 Prozent im August. Benzin kostet im landesweiten Schnitt mehr als 4,16 Dollar pro Gallone (rund 3,8 Liter) und damit über 34 Prozent mehr als vor einem Jahr.


ZDFheute führt den Energiepreisschock auf den Krieg zwischen den USA und Iran zurück, seit dem kaum noch Öl durch die Straße von Hormus fließt. In einer Umfrage von AP-NORC bewerten rund 79 Prozent der Befragten Trumps Umgang mit den Lebenshaltungskosten negativ. Trump selbst wies die Kritik zurück. Laut ZDFheute sagte er: „Jedes Mal, wenn sie mich angreifen wollen, sprechen sie von Lebenshaltungskosten.“


Wann gibt es erste Ergebnisse der Midterms?

Die Wahllokale schließen zeitversetzt, weil sich die USA über mehrere Zeitzonen erstrecken. Nach deutscher Zeit ergibt sich laut ZDFheute dieser Ablauf:


  • Mitternacht: Die ersten Wahllokale schließen in Indiana und Kentucky.

  • Gegen 1 Uhr: Georgia, Virginia und große Teile Floridas folgen.

  • Zwischen 1.30 und 5 Uhr: In vielen Schlüsselstaaten mit umkämpften Senats- und Wahlkreisrennen endet die Stimmabgabe.

  • Zwischen 6 und 7 Uhr: Zuletzt schließen die Wahllokale auf Hawaii und in großen Teilen Alaskas.


Ein aussagekräftiges Gesamtbild wird zwischen 5 und 7 Uhr deutscher Zeit erwartet. Knappe Rennen können wegen der Auszählung der Briefwahlstimmen und unterschiedlicher Verfahren in den Bundesstaaten mehrere Tage dauern. Hochrechnungen in der Wahlnacht stützen sich auf erste Auszählungen und Wählerbefragungen wie den „AP Voter Poll“.


Was die Wahl für Donald Trump bedeutet

Gewinnen die Demokraten beide Kammern, könnte sich Trump nicht mehr auf einen republikanisch geführten Kongress stützen. Behalten die Republikaner ihre Mehrheiten, ginge der Präsident gestärkt in die zweite Hälfte seiner Amtszeit. Bereits jetzt hat Trump laut ZDFheute in einigen Fällen Dekrete erlassen, statt Entscheidungen des Kongresses zu folgen.


Die Wahl wird auch in Nürnberg begleitet: Stadtbibliothek und Bildungszentrum Nürnberg schließen ihre Veranstaltungsreihe „Bücher, die Angst machen“ über Buchverbote und Meinungsfreiheit am Wahltag mit einem gemeinsamen Vorlesen aus verbotenen Büchern ab. Die Veranstaltung „Gemeinsam Laut“ ist laut Pressemitteilung der Stadt Nürnberg kostenlos.


Was offen ist

Ob die Demokraten das Repräsentantenhaus oder sogar beide Kammern zurückgewinnen, entscheidet sich frühestens in der Nacht. Offen ist auch, wie lange die Auszählung in knappen Wahlkreisen dauert. Mehr zum Hintergrund der Wahl lesen Sie in unserem Beitrag „US-Midterms 2026: Wenn Wahlkreise vor der Wahl entscheiden“ und in der Rubrik Welt.


Titelbild: Das Kapitol in Washington, D.C., Sitz des US-Kongresses – Mike Stoll / Unsplash, Unsplash-Lizenz

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