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Landgrabenstraße: Neue Straßenbahngleise ab 2027 – Infoabende

vor 7 Stunden
3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Ab 2027 werden die Straßenbahngleise in der Landgrabenstraße und der Gibitzenhofstraße in Nürnberg umfassend erneuert; die Gesamtmaßnahme soll voraussichtlich Ende 2028 abgeschlossen sein.

  • In der Landgrabenstraße fährt die Straßenbahn voraussichtlich rund zwei Jahre nicht, in der Gibitzenhofstraße rund ein Jahr.

  • Die Haltestelle Heynestraße entfällt und wird durch eine neue, barrierefreie Haltestelle Melanchthonplatz ersetzt.

  • Infoabende im Sigena-Gymnasium: am 11. November 2026 für Anwohnende, am 19. November 2026 für Gewerbetreibende, jeweils um 18 Uhr.


In der Landgrabenstraße und der Gibitzenhofstraße in Nürnberg wird ab 2027 die Straßenbahn-Infrastruktur von Grund auf erneuert. Die VAG Verkehrs-Aktiengesellschaft Nürnberg erneuert Gleise und Oberleitungen, zugleich werden Versorgungsleitungen und Fahrbahnen erneuert. Das teilte die Stadt Nürnberg am Freitag, 6. November 2026, mit. Die Bauzeit beträgt nach Angaben der Stadt voraussichtlich zwei Jahre.


Betroffen sind die Stadtteile Steinbühl und Gibitzenhof. Bevor die Arbeiten beginnen, laden die beteiligten Stellen im November zu zwei Informationsabenden ein.


Wann sind die Infoabende zur Landgrabenstraße?

Der erste Abend findet am Mittwoch, 11. November 2026, um 18 Uhr in der Aula des Sigena-Gymnasiums, Gibitzenhofstraße 135, statt. Eingeladen sind alle Anwohnerinnen und Anwohner, die von den Bauarbeiten direkt betroffen sind. Am Donnerstag, 19. November 2026, folgt um 18 Uhr ein Abend für Gewerbetreibende, diesmal im Musiksaal des Gymnasiums.


An Projekttischen sollen Besucherinnen und Besucher ihre Fragen direkt an Vertreter der VAG, der Stadtentwässerung und Umweltanalytik Nürnberg (Sun), des Servicebetriebs Öffentlicher Raum (Sör), der N-Ergie und des Verkehrsplanungsamts richten können.


Wie lange fährt keine Straßenbahn?

Nach Angaben von Sör kann die Straßenbahn im Nord-Süd-Ast der Gibitzenhofstraße voraussichtlich rund ein Jahr nicht fahren. Im Ost-West-Ast der Landgrabenstraße dauert die Unterbrechung voraussichtlich rund zwei Jahre. Welche Linien betroffen sind und wie der Ersatzverkehr aussieht, will die Stadt rechtzeitig vor Beginn der jeweiligen Bauphase bekanntgeben.


Die Stadt räumt ein, dass sich die Arbeiten auf Autoverkehr, Straßenbahnlinien, Radfahrende sowie Fußgängerinnen und Fußgänger auswirken werden. Über Bauphasen und Verkehrsführungen soll auf der Projektseite von Sör informiert werden.


Was wird gebaut?

Erneuert werden die Gleise in der Landgrabenstraße zwischen Gibitzenhofstraße und Gugelstraße sowie in der Gibitzenhofstraße zwischen Haslerstraße und Singerstraße. Ein Schwerpunkt ist das Gleisdreieck an der Kreuzung Landgrabenstraße/Gibitzenhofstraße, das grundlegend erneuert wird. Die Aufgaben sind verteilt:


  • VAG: Straßenbahngleise, Haltestellen und Oberleitungen

  • Sun: Entwässerungsinfrastruktur

  • N-Ergie: Versorgungsleitungen

  • Sör: Straßenraum, Fahrbahnen und weitere Oberflächen


Die Haltestelle Landgrabenstraße wird verbreitert. Die bisherige Haltestelle Heynestraße entfällt; sie wird durch die neue, vollständig barrierefreie Haltestelle Melanchthonplatz ersetzt. Dort soll künftig auch die geplante Linie 11 halten können, die wegen ihrer Linienführung nicht an der Haltestelle Landgrabenstraße halten kann.


Wo es die örtlichen Verhältnisse zulassen, sollen die Schienen künftig in einem begrünten Gleisbett in der Straßenmitte liegen, das nur der Straßenbahn vorbehalten ist. Nach Angaben der Stadt soll das Rasengleis Verkehrslärm dämpfen und dazu beitragen, dass sich der Straßenraum an heißen Tagen weniger aufheizt. Am Melanchthonplatz entstehen barrierefreie Querungen, an der Kreuzung Landgrabenstraße/Gibitzenhofstraße werden die Überwege kürzer.


Warum wird jetzt gebaut?

Die vorhandenen Gleisanlagen haben laut Sör ihre Verschleißgrenze erreicht. Der Verkehrsausschuss des Stadtrats hatte die Planung bereits am 14. Dezember 2023 beschlossen, inzwischen liegt der Planfeststellungsbeschluss vor, also das Baurecht. Gefördert wird das Projekt vom Bundesministerium für Digitales und Verkehr und vom Bayerischen Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr.


Unabhängig davon hatte der Stadtrat am 28. Oktober 2026 ein Bauprogramm für 2027 beschlossen, mit dem die Stadt Baustellen auf stark befahrenen Hauptverkehrsstraßen besser koordinieren will. Weitere Meldungen aus der Stadt finden Sie in der Rubrik Nürnberg.


Was offen ist

Wann genau 2027 die Arbeiten beginnen, in welcher Reihenfolge die Abschnitte gebaut werden und welche Straßenbahnlinien wie lange umgeleitet werden, ist noch nicht bekannt. Auch zu den Kosten des Projekts und zur Höhe der Förderung hat die Stadt bislang keine Zahlen genannt. Wie der Autoverkehr während der Bauzeit geführt wird, soll erst vor den einzelnen Bauphasen mitgeteilt werden.


Titelbild: Straßenbahn der VAG vor einem Turm der Nürnberger Stadtmauer, Symbolbild – Axel Eres / Unsplash, Unsplash-Lizenz

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