Frankenschnellweg: Autofahrerin mit 165 statt 80 km/h geblitzt
Das Wichtigste in Kürze
Die Verkehrspolizei Nürnberg hat vom 23. bis 25. Oktober 2026 an mehreren Stellen im Stadtgebiet die Geschwindigkeit kontrolliert.
Auf dem Frankenschnellweg in Richtung Fürth wurde eine Autofahrerin mit 165 km/h gemessen, erlaubt waren 80 km/h.
Ihr drohen laut Polizei 700 Euro Bußgeld, zwei Punkte und drei Monate Fahrverbot.
Insgesamt registrierte die Polizei 1.124 Verstöße; in 13 Fällen kommt ein Fahrverbot in Betracht.
Auf dem Frankenschnellweg in Nürnberg hat die Polizei am vergangenen Freitagabend eine Autofahrerin mit 165 km/h gemessen – bei erlaubten 80 km/h. Das teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken am Dienstag, 27. Oktober 2026, mit. Die Frau war mit einem SUV von Mercedes-Benz in Richtung Fürth unterwegs. Die Messung stammt aus einer dreitägigen Kontrollaktion der Technischen Verkehrsüberwachung der Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg, bei der von Freitag bis Sonntag 1.124 Tempoverstöße registriert wurden.
Was droht der Fahrerin vom Frankenschnellweg?
Nach Abzug der Messtoleranz erwarten die Fahrerin nach Angaben der Polizei ein Bußgeld von 700 Euro, zwei Punkte im Fahreignungsregister in Flensburg und ein dreimonatiges Fahrverbot. Ob es bei diesen Regelsätzen bleibt, ist offen: Die Zentrale Bußgeldstelle prüft, ob die Fahrerin vorsätzlich zu schnell war. Bei Vorsatz können sich die Bußgelder laut Polizei deutlich erhöhen.
Rechtskräftig sind die Sanktionen damit noch nicht. Sie werden erst in einem Bußgeldbescheid festgesetzt, gegen den Betroffene Einspruch einlegen können.
Wo die Polizei in Nürnberg außerdem gemessen hat
Neben dem Frankenschnellweg nennt das Polizeipräsidium zwei weitere deutliche Überschreitungen im Nürnberger Stadtgebiet:
Regensburger Straße: ein Auto mit 101 km/h bei erlaubten 50 km/h.
Spitzwegstraße in Worzeldorf, Höhe Reitstall: ein Auto mit 111 km/h bei erlaubten 60 km/h.
Für diese beiden Fälle nennt die Polizei nach Toleranzabzug Bußgelder von 400 und 320 Euro. Beiden Fahrern drohen zusätzlich zwei Punkte und ein Monat Fahrverbot. Auch hier prüft die Zentrale Bußgeldstelle, ob Vorsatz vorlag. Welche weiteren Messstellen die Verkehrspolizei an dem Wochenende besetzt hatte, geht aus der Mitteilung nicht hervor.
Wie viele Verstöße gab es insgesamt?
Die Bilanz der Kontrollen vom 23. bis 25. Oktober 2026 laut Polizeipräsidium Mittelfranken:
1.124 Geschwindigkeitsverstöße insgesamt,
728 Verwarnungen,
396 eingeleitete Bußgeldverfahren,
13 Fälle, in denen ein Fahrverbot in Betracht kommt.
Rechnerisch endete damit rund jeder dritte festgestellte Verstoß in einem Bußgeldverfahren. Die Polizei begründet die Kontrollen damit, dass überhöhte Geschwindigkeit weiterhin eine der Hauptursachen für Verkehrsunfälle sei. Die Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg kündigte an, die Geschwindigkeit auch künftig regelmäßig zu überwachen.
Häufige Fragen
Wie schnell darf man auf dem Frankenschnellweg fahren?
An der Messstelle auf dem Frankenschnellweg in Richtung Fürth, an der die Polizei am 23. Oktober 2026 die Fahrerin mit 165 km/h gemessen hat, waren laut Polizeipräsidium Mittelfranken 80 km/h erlaubt.
Wo wird in Nürnberg geblitzt?
Die Verkehrspolizeiinspektion Nürnberg kontrolliert an wechselnden Stellen im Stadtgebiet. Bei der Aktion vom 23. bis 25. Oktober 2026 nannte die Polizei unter anderem den Frankenschnellweg, die Regensburger Straße und die Spitzwegstraße in Worzeldorf. Weitere Kontrollen sind angekündigt.
Was offen ist
Ob die Zentrale Bußgeldstelle in den drei genannten Fällen Vorsatz annimmt und wie hoch die Bußgelder dann ausfallen, ist noch nicht entschieden. Offen ist auch, an wie vielen Stellen insgesamt gemessen wurde und wie sich die 1.124 Verstöße auf die einzelnen Messstellen verteilen. Weitere Meldungen aus der Stadt finden Sie in der Rubrik Nürnberg.
Stand: 28. Oktober 2026.
Grundlage: Pressemeldung Nr. 913 des Polizeipräsidiums Mittelfranken vom 27. Oktober 2026. Eigene Einordnung.
Titelbild: Der Frankenschnellweg in Nürnberg, Archivbild (2013) – Stadt Nürnberg / Christine Dierenbach





Kommentare