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Demo Nürnberg: Sitzblockaden beenden Aufzug für Neuwahlen

vor 10 Stunden
3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Am Montagabend, 19. Oktober 2026, versammelten sich in der Nürnberger Innenstadt rund 70 Menschen unter dem Motto „Die Regierung zerstört unser Land – Neuwahlen jetzt!“.

  • Gegen die Versammlung protestierten nach Angaben der Polizei bis zu 250 Menschen; die Polizei trennte beide Lager mit Sperrgittern.

  • Nach einer Sitzblockade in der Ludwigstraße erklärte die Versammlungsleitung ihren Aufzug für beendet.

  • Die Kriminalpolizei Nürnberg prüft, ob es zu weiteren Rechtsverstößen kam.


Eine Demonstration für Neuwahlen ist am Montagabend, 19. Oktober 2026, in der Nürnberger Innenstadt vorzeitig zu Ende gegangen. Rund 70 Teilnehmende hatten sich ab 18.30 Uhr in der Waaggasse versammelt, um anschließend durch die Altstadt zu ziehen. Nach mehreren Sitzblockaden von Gegendemonstranten erklärte die Versammlungsleitung den Aufzug in der Ludwigstraße für beendet. Das teilte das Polizeipräsidium Mittelfranken mit.


Die Polizei musste nach eigenen Angaben mehrfach einschreiten. Die Einsatzleitung lag bei der Polizeiinspektion Nürnberg-Mitte; unterstützt wurde sie von der Bayerischen Bereitschaftspolizei, der Polizeiinspektion Zentrale Einsatzdienste Mittelfranken, der Verkehrspolizei und der Kriminalpolizei Nürnberg.


Was ist bei der Demo in Nürnberg passiert?

Die Versammlung stand unter dem Motto „Die Regierung zerstört unser Land – Neuwahlen jetzt!“. Zeitgleich formierten sich im Umfeld der Waaggasse Gegenproteste mit bis zu 250 Teilnehmenden. Die Polizei trennte die beiden Lager und setzte dafür Sperrgitter ein.


Während der Auftaktkundgebung wurden nach Polizeiangaben aus einem angrenzenden Gebäude Eier geworfen. Sie richteten sich sowohl gegen Einsatzkräfte als auch gegen Teilnehmende der Versammlung. Wer die Eier geworfen hat, geht aus der Mitteilung nicht hervor.


Sitzblockaden in Weintraubengasse und Ludwigstraße

Als sich der Aufzug in Bewegung setzte, bildeten Gegendemonstranten wiederholt Sitzblockaden. In der Weintraubengasse trugen Einsatzkräfte Personen von der Straße, die eine räumliche Beschränkung missachtet hatten, und stellten ihre Identität fest. In der Ludwigstraße blockierten Gegendemonstranten erneut die Fahrbahn. Daraufhin erklärte die Versammlungsleitung des Aufzugs die Versammlung für beendet und löste sie auf.


Die Gegendemonstranten setzten ihren Protest danach fort. Am Abschlussort in der Waaggasse blockierten sie nach Polizeiangaben ein Fahrzeug der aufgelösten Versammlung. Auch dort trug die Polizei Menschen weg und stellte deren Personalien fest. In einzelnen Fällen wendeten die Einsatzkräfte unmittelbaren Zwang an. Gegen 21.30 Uhr beendeten die Gegendemonstranten ihr Versammlungsgeschehen.


Was bedeuten räumliche Beschränkung und unmittelbarer Zwang?

Eine räumliche Beschränkung legt fest, wo sich Versammlungsteilnehmende aufhalten dürfen, etwa um zwei Versammlungen voneinander zu trennen. Unmittelbarer Zwang ist im Polizeirecht die Einwirkung auf Personen durch körperliche Gewalt, Hilfsmittel oder Waffen; dazu zählt auch das Wegtragen von Menschen. Welche Mittel die Polizei am Montag im Einzelnen einsetzte, nennt die Mitteilung nicht.


Ermittlungen der Kriminalpolizei

Die Kriminalpolizei Nürnberg prüft, ob es im Zusammenhang mit den Versammlungen zu weiteren Rechtsverstößen gekommen ist. Um welche möglichen Delikte es dabei geht, hat die Polizei nicht mitgeteilt.


Häufige Fragen

Warum endete die Demo in Nürnberg vorzeitig?

Nach Angaben des Polizeipräsidiums Mittelfranken blockierten Gegendemonstranten am 19. Oktober 2026 in der Ludwigstraße die Fahrbahn. Daraufhin erklärte die Versammlungsleitung den Aufzug für beendet und löste die Versammlung auf.


Wie viele Menschen waren bei Demo und Gegendemo?

Die Polizei spricht von rund 70 Teilnehmenden an der Versammlung für Neuwahlen und von bis zu 250 Menschen bei den Gegenprotesten.


Was offen ist

Ob bei dem Einsatz Menschen verletzt oder festgenommen wurden, geht aus der Mitteilung der Polizei nicht hervor. Offen ist auch, wie viele Identitäten festgestellt wurden, wer die Versammlung angemeldet hatte und wer zu den Gegenprotesten aufgerufen hatte. Ebenso unklar ist, ob die Personen ermittelt wurden, die Eier aus dem Gebäude warfen.


Grundlage: Pressemitteilung des Polizeipräsidiums Mittelfranken Nr. 896 vom 19. Oktober 2026. Eigene Einordnung. Bild The Nuremberg Times


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