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Tech-Woche: Technik Neuheiten – Apple, Samsung und Google

vor 5 Stunden
7 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze


  • Apple hat am 28. Oktober 2026 das erste MacBook Pro mit Touchscreen und OLED-Display vorgestellt. In Deutschland kostet es ab 3.299 Euro, ausgeliefert wird ab 6. November.

  • Das neue iPad mini mit 8,5-Zoll-OLED-Display ist seit dem 26. Oktober angekündigt, kostet ab 749 Euro und ist erstmals wasserdicht nach IP67.

  • Das MacBook Pro 14 Zoll mit M6-Chip kostet ab 2.299 Euro und damit 100 Euro mehr als der Vorgänger. Der iMac mit M6 bleibt bei 1.799 Euro.

  • Beim faltbaren iPhone Duo reißt bei einer kleinen Zahl von Geräten das Innendisplay. Apple tauscht betroffene Geräte aus, einen Rückruf gibt es nicht.

  • Eine unsichtbare „SMS des Todes“ kann Android-Smartphones mit Android 12 bis 17 zum Absturz bringen. Ein Update schützt, aber nicht alle älteren Geräte bekommen es.


Die wichtigsten Technik Neuheiten der Woche vom 26. bis 31. Oktober 2026: Apple hat seine Mac- und iPad-Reihe erneuert und erstmals einen Touchscreen ins MacBook gebaut. Fast alle neuen Geräte sind teurer als ihre Vorgänger. Gleichzeitig kämpft Apple mit Displayschäden beim ersten faltbaren iPhone, und Android-Nutzer sollten ihren Sicherheitsstand prüfen.


Die Tech-Woche erscheint ab dem 4. November jeden Mittwoch auf nbtimes.de. Wir sortieren die Tech News der Woche, erklären sie ohne Fachjargon und sagen, was davon Sie betrifft. Was mit Künstlicher Intelligenz zu tun hat, finden Sie freitags in der KI-Woche. Jede Aussage ist mit einer Quelle belegt.


Die Top-Geräte der Woche

MacBook Pro mit Touchscreen: Apple bricht mit einer alten Regel

Apple hat am 28. Oktober 2026 ein neues MacBook Pro vorgestellt, das sich erstmals auch mit dem Finger bedienen lässt. Der Berührungssensor ist laut Apple direkt in das Display eingebaut. Man kann damit etwa durch Webseiten wischen, Fotos mit zwei Fingern vergrößern oder Fenster per Doppeltipp vergrößern. Tastatur und Trackpad bleiben wie gewohnt. Laut dem Fachportal MacRumors lässt sich die Touch-Funktion auch abschalten.


Person bedient ein aufgeklapptes MacBook Pro am Schreibtisch mit dem Finger auf dem Bildschirm
Das neue MacBook Pro lässt sich erstmals per Fingertipp bedienen. Bild: Apple

Neu ist auch der Bildschirm: Apple nennt ihn PROLED XDR, es ist ein sogenanntes Tandem-OLED (siehe Begriff der Woche). Er erreicht laut Apple bis zu 2.000 Nits Helligkeit und bis zu 120 Bilder pro Sekunde. Die vom iPhone bekannte Dynamic Island zieht oben in den Bildschirm ein, die Aussparung für die Kamera verschwindet. Das 14-Zoll-Modell wiegt laut Apple 3 Pfund (rund 1,4 Kilogramm), das 16-Zoll-Modell 4 Pfund (rund 1,8 Kilogramm), beide sind etwas dünner als bisher. Den Akku gibt Apple mit bis zu 24 Stunden an.


Im Inneren stecken die Chips M5 Pro und M5 Max, die Apple bereits im März in den bisherigen MacBook-Pro-Modellen eingeführt hatte. Die bisherigen Modelle mit Mini-LED-Bildschirm und ohne Touch verkauft Apple weiter.


Was kostet es? In Deutschland beginnt das 14-Zoll-Modell mit M5 Pro bei 3.299 Euro, das 16-Zoll-Modell bei 3.899 Euro. Mit M5 Max werden mindestens 5.119 beziehungsweise 5.599 Euro fällig. Gegenüber dem vergleichbaren Modell ohne OLED sind das 400 Euro Aufpreis. Vorbestellen lässt es sich seit dem 28. Oktober, ausgeliefert wird ab Freitag, 6. November.


Was heißt das für Sie? Apple richtet das Gerät an Profis: Grafiker sollen auf dem ganzen Bildschirm zeichnen, Musiker Instrumente direkt auf dem Display spielen. Wer sein MacBook vor allem für Büroarbeit, Mails und Streaming nutzt, braucht den Touchscreen nicht. Für diese Nutzer bleibt das günstigere MacBook Pro mit M6 die bessere Wahl.


iPad mini mit OLED: kleiner Bildschirm, größerer Preis

Apple hat am 26. Oktober 2026 ein neues iPad mini angekündigt. Es hat erstmals ein OLED-Display, das mit 8,5 Zoll etwas größer ist als bisher (8,3 Zoll). Laut Apple ist es mehr als doppelt so hell wie beim Vorgänger. Die Bildwiederholrate bleibt bei 60 Hertz, flüssigere 120 Hertz gibt es weiterhin nur bei teureren iPads.


iPad mini mit Wassertropfen auf dem Bildschirm
Das iPad mini ist erstmals nach IP67 gegen Wasser und Staub geschützt. Bild: Apple

Weitere Neuerungen: der Chip A20 Pro aus dem iPhone 18 Pro, ein rund 15 Prozent dünneres und leichteres Gehäuse und erstmals bei einem iPad ein Schutz gegen Wasser und Staub nach IP67. Damit übersteht das Tablet laut Herstellerangabe kurzes Untertauchen. Die Lautsprecher sitzen hinter dem Display, das Gerät hat keine Lautsprecherlöcher mehr. Zum Entsperren dient laut MacRumors weiter der Fingerabdrucksensor Touch ID.


Was kostet es? In Deutschland kostet das iPad mini mit WLAN ab 749 Euro, mit Mobilfunk ab 919 Euro. Der Vorgänger kostete zuletzt 679 Euro, zum Start 2024 waren es 599 Euro. Das iPad Air mit M4 ist mit 799 Euro nur 50 Euro teurer. Ein Schnellladegerät liegt in Deutschland nicht bei. Das iPad mini kommt in den Farben Mitternacht und Polarstern und wird ab 6. November ausgeliefert.


Was heißt das für Sie? Das iPad mini bleibt das kleinste iPad, etwa zum Lesen, für Reisen oder im Auto. Wer kein kompaktes Format braucht, bekommt für 50 Euro mehr ein größeres iPad Air.


Mac-Update mit M6: MacBook Pro teurer, iMac gleich teuer

Am 27. Oktober 2026 hat Apple zwei weitere Macs mit dem neuen M6-Chip vorgestellt. Das MacBook Pro mit 14 Zoll und M6 hat kein OLED und keinen Touchscreen. Es kostet in Deutschland ab 2.299 Euro mit 16 Gigabyte Arbeitsspeicher und 1 Terabyte Speicher, 100 Euro mehr als das bisherige Einstiegsmodell.


Der iMac mit M6 bekommt zwei zusätzliche Rechen- und Grafikkerne sowie schnelleres WLAN 7. Der Preis bleibt laut dem Fachportal Apfelpatient bei 1.799 Euro, die Version mit vier Anschlüssen kostet 1.999 Euro. Beide Geräte sind seit dem 28. Oktober bestellbar und kommen am 6. November in den Handel.


Probleme der Woche

iPhone Duo: Risse im Innendisplay

Kurz nach dem Verkaufsstart am 23. Oktober berichteten erste Käufer des faltbaren iPhone Duo von Rissen im inneren Display, meist entlang der Faltkante. Apple erklärte am 26. Oktober, das Problem betreffe eine kleine Zahl von Geräten. Betroffene sollen sich an AppleCare wenden und erhalten ein Ersatzgerät.


In dieser Woche hat Apple laut MacRumors zudem seine Apple Stores und Servicepartner in einer internen Mitteilung angewiesen, betroffene Geräte zu prüfen und zu reparieren oder auszutauschen. Einen Rückruf gibt es laut Apple nicht, ein offizielles Reparaturprogramm ebenfalls noch nicht. Die Reparaturplattform iFixit vermutet nach dem Zerlegen eines Geräts ein fehlerhaftes Scharnier als Ursache. Apple hat sich zur Ursache nicht geäußert.


Was heißt das für Sie? Das iPhone Duo kostet in Deutschland ab 2.299 Euro. Wer eines besitzt und Risse, helle Linien oder ein schwergängiges Scharnier bemerkt, sollte sich an den Apple-Support wenden. Laut Apple treten die Schäden meist früh nach dem Kauf auf.


„SMS des Todes“: Android-Lücke legt Smartphones lahm

Der Sicherheitsforscher Mark Blaszczyk hat am 29. Oktober 2026 eine Schwachstelle in Android veröffentlicht, die er „SMS des Todes“ nennt. Eine speziell präparierte SMS bringt den Telefondienst zum Absturz. Die Nachricht erscheint nicht im Posteingang, der Empfänger muss nichts tun. Betroffene Geräte können Anrufe verlieren und immer wieder neu starten. Betroffen sind laut dem Fachportal heise online die Android-Versionen 12 bis 17.


Google hat für Android 14 bis 17 bereits im Oktober 2026 eine Korrektur bereitgestellt. Android 12 und 13 werden von Google nicht mehr unterstützt, für sie ist laut heise kein Update zu erwarten.


Was heißt das für Sie? Prüfen Sie in den Einstellungen Ihres Android-Handys unter „Software-Update“ oder „Sicherheit“ den Stand des Sicherheitspatches. Laut dem Fachportal teltarif schützt ein Patch-Stand ab Oktober 2026 vor dieser Lücke. Wer ein Gerät mit Android 12 oder 13 nutzt, ist auf eigene Updates des Herstellers angewiesen.


Technik in Nürnberg: Erfinder zeigen ihre Neuheiten

Vom 31. Oktober bis 2. November 2026 läuft im Messezentrum Nürnberg die iENA, die internationale Fachmesse für Ideen, Erfindungen und Neuheiten. Laut Veranstalter werden dort 98 Prozent der ausgestellten Erfindungen erstmals öffentlich gezeigt. Parallel findet das Maker-Format Hack & Make statt. Geöffnet ist täglich von 10 bis 18 Uhr.


Begriff der Woche: OLED und Tandem-OLED

Bei einem OLED-Bildschirm leuchtet jeder Bildpunkt selbst, es gibt keine Hintergrundbeleuchtung. Deshalb sind Schwarztöne wirklich schwarz und die Kontraste hoch. Bei einem Tandem-OLED liegen zwei leuchtende Schichten übereinander. Laut Apple sorgt das für hohe Helligkeit und gleichmäßige Darstellung über den ganzen Bildschirm. Apple nutzt diese Technik im neuen MacBook Pro.


Kurz notiert: weitere Tech News der Woche

  • HomePod mini 2: Apples neuer kleiner Lautsprecher ist seit dem 30. Oktober im Handel und kostet in Deutschland 169 Euro, 30 Euro mehr als der Vorgänger. Die beworbene Sprachassistenz Siri AI ist in Deutschland vorerst nicht verfügbar.

  • Samsung: Samsung hat für den 29. Oktober in China ein neues Falt-Smartphone angekündigt. Laut Berichten handelt es sich um das Luxusmodell W27, das nur in China verkauft wird. Außerdem macht sich Samsung laut MacRumors in einer neuen Werbekampagne über die Displayrisse des iPhone Duo lustig.

  • Intel: Die Intel-Aktie ist am 30. Oktober um rund ein Viertel gefallen. Grund ist eine schwache Prognose für das letzte Quartal, der PC-Markt schwächelt laut heise.

  • Teure Speicher: Steigende Preise für Arbeitsspeicher und Speicherchips belasten seit Monaten die Branche. Laut dem Marktforscher Omdia wurden im dritten Quartal 2026 weltweit 20 Prozent weniger Smartphones ausgeliefert als ein Jahr zuvor. Die Preiserhöhungen bei Apple passen in dieses Bild.


Ausblick: Das steht in der kommenden Woche an

  • Nächste Woche: Apple will laut MacRumors die erste Testversion von iOS 27.3 veröffentlichen.

  • 6. November: Auslieferung von MacBook Pro mit OLED, MacBook Pro mit M6, iMac mit M6 und iPad mini.

  • 24. bis 26. November: SPS, Fachmesse für industrielle Automatisierung, im Messezentrum Nürnberg.


Häufige Fragen

Was kostet das MacBook Pro mit Touchscreen in Deutschland?

Das MacBook Pro mit OLED-Touchscreen kostet in Deutschland ab 3.299 Euro mit 14 Zoll und ab 3.899 Euro mit 16 Zoll. Apple hat es am 28. Oktober 2026 vorgestellt, ausgeliefert wird ab 6. November 2026. Die Modelle ohne Touchscreen bleiben im Angebot.


Wann kommt das iPad mini mit OLED?

Das iPad mini mit 8,5-Zoll-OLED-Display wird ab 6. November 2026 ausgeliefert. In Deutschland kostet es ab 749 Euro mit WLAN und ab 919 Euro mit Mobilfunk. Es ist das erste iPad mit Wasser- und Staubschutz nach IP67.


Was tun, wenn das Display des iPhone Duo reißt?

Apple rät Betroffenen, sich an AppleCare zu wenden; sie erhalten ein Ersatzgerät. Laut Apple betrifft das Problem eine kleine Zahl von Geräten und tritt meist kurz nach dem Kauf auf. Einen Rückruf gibt es nicht.


Bin ich von der „SMS des Todes“ betroffen?

Betroffen sind Android-Smartphones mit Android 12 bis 17 ohne aktuellen Sicherheitspatch. Wer den Patch-Stand Oktober 2026 oder neuer installiert hat, ist laut teltarif geschützt. Für Android 12 und 13 stellt Google keine Updates mehr bereit.



Grundlage: Pressemitteilungen von Apple; Berichte von MacRumors, heise online, teltarif, Macwelt, PC Games Hardware, t3n, Apfelpatient, connect, Notebookcheck, Dr. Web, Jörg Schieb, Android Headlines sowie Angaben der iENA (Stand: 31. Oktober 2026). Eigene Einordnung. Bilder: Apple.


Quellen


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