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Tech-Woche: Technik Neuheiten – Apple, Google und RedMagic

vor 19 Stunden
8 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze


  • Erste Tests zum neuen iPad mini mit OLED: Im Akkutest von Tom's Guide hielt es 14 Stunden und 24 Minuten durch, Apple verspricht nur 10 Stunden. Kritik gibt es an der Bildwiederholrate von 60 Hertz.

  • Das Gaming-Smartphone RedMagic 12 Pro kommt nach Europa. Es kostet ab 899 Euro, der freie Verkauf startet am 18. November.

  • Google hat am 2. November das Android-Sicherheitsupdate für November veröffentlicht. Es schließt mehr als 200 Lücken. Samsung hat sein Update gegen die „SMS des Todes“ angekündigt.

  • Der Elektronikhändler notebooksbilliger.de verschickt seit dem 1. November weitere Warnmails nach einem Cyberangriff. Teilweise sind IBANs betroffen.

  • Apple warnt vor weiter steigenden Preisen für Arbeitsspeicher. Ob Macs, iPads und iPhones noch einmal teurer werden, ließ der Konzern offen.


Die wichtigsten Technik Neuheiten der Woche vom 31. Oktober bis 3. November 2026: Das neue iPad mini besteht seine ersten Tests mit einer starken Akkulaufzeit, und ein neues Gaming-Smartphone kommt nach Europa. Android-Nutzer sollten jetzt ihr Sicherheitsupdate prüfen, Kunden von notebooksbilliger.de ihre Kontoauszüge. Und Apple macht wenig Hoffnung, dass Technik bald wieder günstiger wird.


Die Tech-Woche erscheint jeden Mittwoch auf nbtimes.de. Wir sortieren die Tech News der Woche, erklären sie ohne Fachjargon und sagen, was davon Sie betrifft. Was mit Künstlicher Intelligenz zu tun hat, finden Sie freitags in der KI-Woche. Jede Aussage ist mit einer Quelle belegt. Diese Ausgabe deckt die vier Tage seit Erscheinen von Ausgabe 1 ab.


Die Top-Geräte der Woche

iPad mini mit OLED: Erste Tests loben den Akku

Kurz vor dem Verkaufsstart am Freitag, 6. November, sind die ersten Testberichte zum neuen iPad mini erschienen. Das US-Fachportal Tom's Guide hat das Tablet im Dauertest im Internet surfen lassen, über WLAN und bei einer Helligkeit von 150 Nits. Ergebnis: 14 Stunden und 24 Minuten. Der Vorgänger schaffte im selben Test 10 Stunden und 36 Minuten. Apple selbst gibt für beide Modelle bis zu 10 Stunden an, wie MacRumors ergänzt.


Person sitzt im Park und hält ein iPad mini in der Hand
Das neue iPad mini gibt es auf Wunsch mit entspiegeltem Nanotexturglas. Bild: Apple

Ein Haken: Tom's Guide konnte den Test nur einmal statt wie üblich dreimal durchführen. Laut MacRumors hat das neue Modell zudem einen etwas kleineren Akku. Den Unterschied erklären könnten der sparsamere A20-Pro-Chip und das OLED-Display, das bei dunklen Inhalten weniger Strom braucht. Weitere Tests müssen das bestätigen.


Kritik kommt von David Pierce vom US-Portal The Verge: Das iPad mini zeigt weiterhin nur 60 Bilder pro Sekunde, teurere iPads schaffen 120. Apple argumentiert laut MacRumors, OLED-Bildpunkte reagierten schneller und verhinderten so Unschärfe bei Bewegungen. Pierce überzeugt das nicht.


Was kostet es? Im deutschen Apple Store kostet das iPad mini mit WLAN und 128 Gigabyte Speicher 749 Euro, mit Mobilfunk 919 Euro. Mit 256 Gigabyte sind es 879 Euro, mit entspiegeltem Nanotexturglas ab 1.009 Euro. Laut Apple Store ist das Gerät ab 6. November erhältlich.


Was heißt das für Sie? Wer viel unterwegs liest, surft oder Videos schaut, profitiert von der langen Laufzeit, sofern sich das Testergebnis bestätigt. Wer flüssiges Scrollen und Zeichnen gewohnt ist, sollte das Gerät vor dem Kauf im Laden ausprobieren.


RedMagic 12 Pro: Gaming-Handy mit Lüfter kommt nach Europa

Der Hersteller RedMagic hat am 3. November sein Gaming-Smartphone RedMagic 12 Pro für den internationalen Markt vorgestellt. Das berichtet das Fachportal GSMArena. Im Gehäuse steckt eine Flüssigkeitskühlung mit eingebautem Lüfter, damit das Handy bei langen Spielen nicht heiß wird und langsamer läuft.


Der Bildschirm misst 6,85 Zoll und zeigt bis zu 185 Bilder pro Sekunde. Als Chip dient der Snapdragon 8 Elite Extreme Gen 6 von Qualcomm. Der Akku hat 8.400 Milliamperestunden und lädt in Europa mit 80 Watt, in China sind es 120 Watt. Das Gerät ist laut GSMArena 8,5 Millimeter dick.


Was kostet es? Mit 12 Gigabyte Arbeitsspeicher und 256 Gigabyte Speicher kostet das RedMagic 12 Pro 899 Euro, mit 16 und 512 Gigabyte 999 Euro, mit 16 Gigabyte und 1 Terabyte 1.199 Euro. Vom 12. bis 17. November verkauft RedMagic in seinem Onlineshop Vorab-Gutscheine für 1 Euro, die Rabatt und ein Ladegerät bringen. Der freie Verkauf beginnt laut dem Fachportal Prad auch in Deutschland am 18. November, über RedMagics Onlineshop und ausgewählte Händler.


Was heißt das für Sie? Das Gerät richtet sich an Menschen, die viel auf dem Handy spielen. Für Alltag, Fotos und Messenger zahlen Sie hier für Leistung, die Sie kaum ausnutzen. Achten Sie vor dem Kauf auf die Update-Zusagen des Herstellers.


Probleme der Woche

Android-Update für November: über 200 Lücken geschlossen

Google hat am 2. November sein monatliches Sicherheitsbulletin für Android veröffentlicht. Laut PC-Welt schließt es 216 Schwachstellen, 23 davon gelten als kritisch. Die gefährlichste steckt im Grundgerüst des Systems: Angreifer könnten darüber aus der Ferne Schadsoftware ausführen, ohne dass Sie etwas antippen müssen. Betroffen sind Android 14 bis 17. Hinweise auf laufende Angriffe gibt es laut Google bisher nicht.


Im Bulletin steht auch die „SMS des Todes“, über die wir in Ausgabe 1 berichtet haben. Google führt sie dort offiziell als kritische Lücke im Patch-Stand vom 1. November 2026; im Oktober-Bulletin taucht sie nicht auf. Laut PC Games Hardware kann die unsichtbare Nachricht sogar laufende Notrufe abbrechen. Samsung hat am 3. November sein eigenes November-Update angekündigt. Zuerst sollen laut netzwelt die Galaxy-Reihen S26, S25, S24, S23 und aktuelle Falt-Handys an der Reihe sein. Feste Termine für Deutschland nennt Samsung nicht. Günstige Modelle wie das Galaxy A16 bekommen Sicherheitsupdates nur alle drei Monate.


Was heißt das für Sie? Prüfen Sie in den Einstellungen unter „Software-Update“ oder „Sicherheit“ den Stand des Sicherheitspatches (siehe Begriff der Woche). Laut Google schließt erst der Stand „5. November 2026“ alle Lücken dieses Monats. Gegen die „SMS des Todes“ schützt nach Googles Angaben der Stand vom 1. November 2026 oder neuer. Für Android 12 und 13 ist eine Korrektur weiter offen.


notebooksbilliger.de: neue Warnmails nach Cyberangriff

Der Elektronikhändler notebooksbilliger.de hat am 12. Oktober einen unbefugten Zugriff auf seine Systeme bemerkt und am 14. Oktober erste Kunden informiert. Seit dem 1. November verschickt er laut Borns IT-Blog eine zweite Welle von Warnmails. Laut PC Games Hardware erhalten sie teilweise auch Menschen, die seit Jahren nicht mehr dort bestellt haben.


Betroffen ist laut Händler eine mittlere fünfstellige Zahl von Kunden. Angreifer hatten Zugriff auf Kundendatensätze, möglicherweise mit Namen, E-Mail-Adresse, Postanschrift und bei manchen Kunden der IBAN. Passwörter sind laut notebooksbilliger nicht betroffen, Kreditkartendaten speichert der Händler nicht. Er hat Anzeige erstattet und die Datenschutzbehörde informiert.


Was heißt das für Sie? Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge in den nächsten Wochen auf fremde Lastschriften und lassen Sie diese von Ihrer Bank zurückbuchen. Seien Sie vorsichtig bei Mails, die Ihre echten Daten nennen: notebooksbilliger fragt nie nach Passwort, PIN oder TAN. Wer sein Passwort auch anderswo nutzt, sollte es ändern.


Teurer Speicher: Apple schließt weitere Preiserhöhungen nicht aus

Apple hat am 2. November seine Zahlen für das Sommerquartal vorgelegt: 114,5 Milliarden Dollar Umsatz, 12 Prozent mehr als vor einem Jahr. Gleichzeitig warnte Apple-Chef John Ternus laut MacRumors, die Preise für Arbeitsspeicher seien „beispiellos“ und würden auch über den Dezember hinaus weiter steigen. Bei Macs und iPads rechnet Apple bis Jahresende mit knappen Stückzahlen.


Apple hatte die Preise für Mac und iPad Ende Juni und für das iPhone im September angehoben. Auf die Frage eines Analysten nach weiteren Erhöhungen antwortete Apple laut MacRumors nicht direkt. Finanzchef Kevan Parekh sagte, die bisherigen Erhöhungen habe man „widerwillig“ vorgenommen.


Was heißt das für Sie? Wer ohnehin einen neuen Mac, ein iPad oder ein iPhone braucht, sollte nicht auf sinkende Preise hoffen. Rabatte gibt es eher bei Händlern rund um Black Friday als bei Apple selbst.


Updates zur letzten Ausgabe

  • Deutsche Preise: Das Apple-Store-Angebot bestätigt das iPad mini ab 749 Euro. Apples deutsche Pressemitteilung bestätigt die Preise aus Ausgabe 1: Das MacBook Pro mit Touchscreen kostet ab 3.299 Euro (14 Zoll) und 3.899 Euro (16 Zoll), mit M5 Max ab 5.119 und 5.599 Euro.

  • Start am 6. November: Die Apple-Store-Seiten nennen für MacBook Pro, iMac und iPad mini weiter „Erhältlich ab 6.11.“. In den USA verschiebt sich das günstigste Touch-MacBook in Space Schwarz laut MacRumors bei neuen Bestellungen um drei bis vier Wochen.

  • Touch abschalten: Den Touchscreen des neuen MacBook Pro kann man laut MacRumors über eine Einstellung in den Bedienungshilfen ganz ausschalten.

  • iPhone Duo: Apple-Chef Ternus sagte laut MacRumors, nur ein „sehr kleiner Prozentsatz“ der Geräte sei wegen der Displayschäden zurückgegeben worden, Apple tausche sie aus. Das Gerät bleibt knapp: Wer am 2. November bestellte, bekam einen Liefertermin im Januar.

  • Samsung W27: Das Luxus-Falthandy ist laut Android Headlines in China erschienen und kostet dort ab 18.999 Yuan (rund 2.850 Dollar). Es entspricht weitgehend dem Galaxy Z Fold 8 Ultra und wird nur in China verkauft.

  • Samsung-Werbung: Die Kampagne zu den Displayrissen des iPhone Duo lief laut MacRumors auf Samsungs kanadischem Instagram-Konto, Slogan: „Switch to Galaxy Z Fold8“. Eine deutsche Version ist uns nicht bekannt.

  • iENA: Die Erfindermesse in Nürnberg ist am 2. November zu Ende gegangen. Eine Liste der Preisträger und Besucherzahlen hat der Veranstalter bis Mittwochmittag nicht veröffentlicht. Laut Messe-Website waren 580 Erfindungen von 340 Ausstellern aus 21 Ländern und Regionen angemeldet.


Begriff der Woche: Patch-Level

Das Patch-Level zeigt an, wie aktuell der Sicherheitsschutz Ihres Android-Handys ist. Es steht als Datum in den Einstellungen, zum Beispiel „1. November 2026“ oder „5. November 2026“. Google teilt jedes Monatsupdate in zwei Stufen: Die erste behebt Fehler im Android-System, die zweite zusätzlich Fehler in Treibern und Chips. Je neuer das Datum, desto besser sind Sie geschützt.


Kurz notiert: weitere Tech News der Woche

  • Pixel 6 ohne Updates: Googles Update-Zusage für Pixel 6 und Pixel 6 Pro ist laut Notebookcheck im Oktober 2026 ausgelaufen. Laut Schmidtis Blog bekommen die beiden Modelle das November-Update nicht mehr. Das Pixel 6a wird noch bis Juli 2027 versorgt.

  • Neue iPads 2027: Apple plant laut Bloomberg-Reporter Mark Gurman für das erste Halbjahr 2027 drei neue iPads: ein Einstiegsmodell, ein iPad Air mit OLED und ein schnelleres iPad Pro. Das ist ein Gerücht, Apple hat nichts angekündigt.

  • Riesen-Akku von Honor: Honor arbeitet laut einem Bericht von GSMArena an einem Smartphone-Akku mit 14.000 bis 15.000 Milliamperestunden, der eine Woche halten soll. Die Angabe stammt von einem chinesischen Tippgeber, Honor hat sie nicht bestätigt.


Ausblick: Das steht in der kommenden Woche an

  • 5. November: Motorola stellt laut GSMArena das Signature 27 vor, ein Oberklasse-Smartphone mit 6,8-Zoll-Display.

  • 6. November: Verkaufsstart von MacBook Pro mit Touchscreen, MacBook Pro mit M6, iMac mit M6 und iPad mini.

  • 13. November: Das neue Apple TV 4K kommt laut Mac Life für 349 Euro in den Handel. Apples Smart-Home-Bildschirm HomeView startet am selben Tag, wird laut MacRumors aber vorerst nicht in der EU verkauft.

  • 18. November: Freier Verkaufsstart des RedMagic 12 Pro in Europa.


Häufige Fragen

Wie lange hält der Akku des neuen iPad mini?

Im Surftest von Tom's Guide hielt das iPad mini mit OLED 14 Stunden und 24 Minuten durch, der Vorgänger 10 Stunden und 36 Minuten. Apple selbst gibt bis zu 10 Stunden an. Der Test wurde nur einmal durchgeführt, weitere Messungen stehen aus.


Welches Android-Sicherheitsupdate brauche ich im November 2026?

Google hat das November-Bulletin am 2. November 2026 veröffentlicht. Alle Lücken dieses Monats schließt erst das Patch-Level vom 5. November 2026. Den Stand finden Sie in den Einstellungen unter „Software-Update“ oder „Sicherheit“.


Was sollten Kunden von notebooksbilliger.de nach dem Datenleck tun?

Prüfen Sie Ihre Kontoauszüge auf fremde Lastschriften und lassen Sie diese zurückbuchen. Laut notebooksbilliger sind Passwörter nicht betroffen, möglicherweise aber Name, Adresse und IBAN. Seien Sie misstrauisch bei Mails, die nach Passwort, PIN oder TAN fragen.


Was kostet das RedMagic 12 Pro in Europa?

Das RedMagic 12 Pro kostet in Europa ab 899 Euro mit 256 Gigabyte Speicher, 999 Euro mit 512 Gigabyte und 1.199 Euro mit 1 Terabyte. Der freie Verkauf beginnt am 18. November 2026, laut Prad auch in Deutschland.



Grundlage: Angaben aus dem deutschen Apple Store und dem Android-Sicherheitsbulletin von Google; Berichte von Tom's Guide, MacRumors, GSMArena, Prad, PC-Welt, PC Games Hardware, netzwelt, Borns IT-Blog, Android Headlines, Notebookcheck, Schmidtis Blog und Mac Life sowie Angaben der iENA und von RedMagic, Pressemitteilung von Apple (Stand: 4. November 2026). Eigene Einordnung. Bilder: Apple.


Quellen


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