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Nürnberg hat gewählt: Warum CSU und AfD gewinnen – und SPD und Grüne verlieren

Kommunalwahl Nürnberg 2026 – die wichtigsten Ergebnisse im Überblick

  • Marcus König (CSU) erreicht laut amtlichem Wahlergebnis rund 46 Prozent im ersten Wahlgang

  • Nasser Ahmed (SPD) kommt auf etwa 26,5 Prozent und zieht in die Stichwahl ein

  • Auch bei der Stadtratswahl wird die CSU klar stärkste Kraft

  • SPD und Grüne verlieren Stimmenanteile gegenüber der letzten Kommunalwahl

  • Die AfD steigert ihren Stimmenanteil in mehreren Stadtteilen deutlich

  • Besonders hohe CSU-Ergebnisse gibt es in Außenstadtlagen wie Brunn, Buch und Neunhof

  • Nürnberg zeigt stark unterschiedliche politische Muster zwischen den Stadtteilen


Marcus König geht damit als klarer Favorit in die Stichwahl um das Oberbürgermeisteramt am 22. März. Hinter dem Ergebnis steht jedoch mehr als nur ein persönlicher Erfolg des Amtsinhabers: Die Wahldaten zeigen eine politisch stark strukturierte Stadt mit sehr unterschiedlichen politischen Räumen.


Die wichtigsten Zahlen der Nürnberger Kommunalwahl

Kennzahl

Wert

Wahlberechtigte

rund 379.000

Wahlbeteiligung

rund 52 %

Stimmen Marcus König (CSU)

rund 46 %

Stimmen Nasser Ahmed (SPD)

rund 26,5 %

Briefwahlanträge

über 105.000

eingegangene Wahlbriefe

rund 94.000

Die Wahlbeteiligung ist damit gegenüber der letzten Kommunalwahl gestiegen. Gleichzeitig erreicht die Briefwahl einen neuen Höchststand.


CSU baut ihre Dominanz aus

Die CSU geht als klarer Gewinner aus der Wahl hervor. Marcus König konnte seinen Stimmenanteil gegenüber der letzten Kommunalwahl deutlich steigern und gewinnt die Oberbürgermeisterwahl in allen sozialen Stimmbezirkstypen der Stadt.

Besonders stark ist die CSU weiterhin in den Außenstadtlagen Nürnbergs.

Zu den besten Ergebnissen zählen:

  • Buch / Almoshof / Flughafen: rund 67 Prozent

  • Brunn: rund 63 Prozent

  • Neunhof / Boxdorf: ebenfalls über 60 Prozent


Diese Ergebnisse bestätigen ein langfristiges Muster der Nürnberger Kommunalpolitik: Die CSU dominiert vor allem die bürgerlich geprägten Randlagen.


SPD verliert an Boden

Für die SPD fällt die Bilanz deutlich schwieriger aus. Zwar erreicht Nasser Ahmed das Ziel der Stichwahl, doch der Abstand zum Amtsinhaber bleibt groß.


Besonders problematisch: Selbst in klassischen SPD-Hochburgen verliert der Kandidat Stimmenanteile.


Ahmed erzielt seine besten Ergebnisse weiterhin in sozial angespannten Quartieren der Stadt.

Doch diese Räume reichen nicht mehr aus, um eine stadtweite Mehrheit zu erreichen.


Grüne verlieren ihre Dynamik

Auch die Grünen müssen bei dieser Wahl deutliche Einbußen hinnehmen.

Ihre Kandidatin Britta Walthelm erreicht ihre besten Ergebnisse in den urbanen Innenstadtquartieren Nürnbergs.

Dazu gehören unter anderem:

  • St. Johannis

  • Gostenhof

  • Maxfeld

  • Teile der Altstadt


Diese Viertel bleiben politisch plural, doch selbst dort verliert die Partei Stimmen.


AfD steigert ihren Stimmenanteil

Auch die AfD konnte bei dieser Kommunalwahl ihren Stimmenanteil in mehreren Stadtteilen erhöhen.


Ihr Kandidat Roland-Alexander Hübscher erzielt besonders in einigen südlichen Bezirken überdurchschnittliche Ergebnisse.

Beispiele:

  • Beuthener Straße / Altenfurt Nord / Langwasser Südost: etwa 19 Prozent

  • Langwasser Südwest: etwa 18 Prozent

  • Schweinau: etwa 17 Prozent


In mehreren dieser Bezirke liegt die Wahlbeteiligung unter dem städtischen Durchschnitt.


Drei politische Räume prägen Nürnberg

Die Wahldaten zeigen, dass Nürnberg politisch stark räumlich strukturiert ist.


1. Die innerstädtischen Quartiere

Stadtteile wie Gostenhof, St. Johannis oder Maxfeld sind politisch plural. Hier erreichen Grüne, SPD und kleinere Parteien vergleichsweise hohe Werte.


2. Die sozialen Übergangsräume

In Quartieren wie Schweinau, Gibitzenhof oder Teilen Langwassers konkurrieren mehrere politische Lager gleichzeitig.


3. Die bürgerlichen Randlagen

In den äußeren Stadtteilen im Norden, Osten und Süden erzielt die CSU traditionell besonders starke Ergebnisse.


Gewinner und Verlierer der Wahl

Gewinner

CSU

  • stärkste Kraft im Stadtrat

  • klarer Vorsprung in der OB-Wahl

  • starke Ergebnisse in den Außenstadtlagen


AfD

  • steigert ihren Stimmenanteil

  • überdurchschnittliche Ergebnisse in mehreren südlichen Bezirken


Verlierer

SPD

  • verliert Stimmenanteile gegenüber der letzten Wahl

  • erreicht dennoch die Stichwahl


Grüne

  • deutliche Verluste gegenüber vorherigen Wahlen

  • Konzentration auf urbane Hochburgen


Was diese Wahl für Nürnbergs Politik bedeutet

Die Kommunalwahl 2026 zeigt eine deutliche Verschiebung der politischen Kräfteverhältnisse.

Die CSU festigt ihre Rolle als dominierende Kraft in Nürnberg. Gleichzeitig konzentrieren sich SPD und Grüne stärker auf bestimmte urbane Stadtteile.


Für die Stichwahl bedeutet das eine klare Ausgangslage: Marcus König geht mit deutlichem Vorsprung ins Rennen. Entscheidend wird sein, welche Wählergruppen im zweiten Wahlgang mobilisiert werden können.


FAQ zur Kommunalwahl Nürnberg 2026

Wer liegt bei der OB-Wahl in Nürnberg 2026 vorne?

Amtsinhaber Marcus König (CSU) erreicht laut amtlichem Wahlergebnis rund 46 Prozent der Stimmen und liegt damit deutlich vor dem SPD-Kandidaten Nasser Ahmed.


Wann findet die Stichwahl statt?

Die Stichwahl zwischen Marcus König (CSU) und Nasser Ahmed (SPD) findet am 22. März 2026 statt.


Wie hoch war die Wahlbeteiligung?

Die Wahlbeteiligung lag bei rund 52 Prozent und damit höher als bei der letzten Kommunalwahl.


Wie viele Menschen haben per Brief gewählt?

Mehr als 105.000 Nürnbergerinnen und Nürnberger beantragten Briefwahlunterlagen. Rund 94.000 Wahlbriefe gingen rechtzeitig ein.


Quellen

Amtliche Wahldaten der Stadt Nürnberg:

  • Oberbürgermeisterwahl Nürnberg 2026

  • Stadtratswahl Nürnberg 2026

  • Statistik-Nachtheft zur Kommunalwahl 2026 (Amt für Stadtforschung und Statistik Nürnberg)

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