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Haushaltssperre Nürnberg: Welche Schulbauprojekte betroffen sind

vor 19 Stunden
3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Im Bildungsausschuss des Nürnberger Stadtrats wurde am 30. Oktober 2026 der aktuelle Sachstandsbericht zum Schulbau vorgestellt.

  • Große Neubauten wie das Schulzentrum an der Breslauer Straße mit einem Investitionsvolumen von rund 192 Millionen Euro sind weiter im Bau.

  • Von der Haushaltssperre betroffen sind unter anderem der Erweiterungsbau der Friedrich-Hegel-Schule und die Generalsanierung der Ketteler-Schule.

  • Die Modernisierungspauschale für Fachräume soll ab 2027 von 2,5 auf 2,1 Millionen Euro im Jahr sinken.


Die Haushaltssperre in Nürnberg bremst mehrere Schulbauprojekte. Das geht aus dem Sachstandsbericht zu den Baumaßnahmen im Schulbereich hervor, den die Verwaltung am Freitag, 30. Oktober 2026, im Bildungsausschuss des Stadtrats vorgestellt hat. Der Bericht zeigt, welche Vorhaben abgeschlossen sind, welche gebaut werden und bei welchen die Sperre zu berücksichtigen ist.


Die großen Neubauten laufen weiter. Betroffen sind vor allem Erweiterungen, Sanierungen und Fachräume. Die Kennzeichnung bedeutet laut Stadt Nürnberg nicht, dass sämtliche betroffenen Projekte endgültig aufgehoben sind.


Was die Bildungsreferentin sagt

„Gute Lernbedingungen brauchen Räume, die funktionieren und den Anforderungen eines zeitgemäßen Unterrichts entsprechen. Deshalb müssen wir sowohl in neue Schulgebäude investieren als auch unsere bestehenden Schulen erhalten und modernisieren. Angesichts der schwierigen Haushaltslage kommt es darauf an, die notwendigen Maßnahmen verantwortungsvoll zu priorisieren“, sagt Nürnbergs Bildungsreferentin Cornelia Trinkl laut Mitteilung der Stadt.


Welche Schulbauprojekte von der Haushaltssperre betroffen sind

Der Sachstandsbericht kennzeichnet die Vorhaben, bei denen die Haushaltssperre zu berücksichtigen ist. Genannt werden unter anderem:

  • der Erweiterungsbau der Grundschule Friedrich-Hegel-Schule,

  • die Sanierung der Sporthallen am Berufsbildungszentrum (BBZ),

  • die Generalsanierung der Ketteler-Schule,

  • der zweite Bauabschnitt des Sportmodulbaus an der Carl-von-Ossietzky-Schule,

  • die Sanierung der Schullehrküche an der Mittelschule St. Leonhard,

  • die Sanierung der Biologieräume am Pirckheimer-Gymnasium.


Die Kennzeichnung macht laut Stadt deutlich, wo die Sperre zu berücksichtigen ist; sie bedeutet nicht, dass sämtliche dieser Projekte endgültig aufgehoben sind. Wie es weitergeht, hängt von den haushalterischen Rahmenbedingungen und den nötigen Entscheidungen ab.


Welche Schulen gerade gebaut werden

Mehrere große Projekte sind in der Bauausführung. An der Breslauer Straße entsteht ein neues Schulzentrum mit einem Investitionsvolumen von rund 192 Millionen Euro. In Arbeit sind außerdem der Neubau des Martin-Behaim-Gymnasiums und die Generalsanierung der Mittelschule Ludwig-Uhland-Schule.


Für zwei Grundschulen stehen Umzugstermine fest. Die Grundschule Eibach soll in den Faschingsferien 2027 in ihren Neubau am Fürreuthweg ziehen, die Henry-Dunant-Schule in den Osterferien 2027. Weiter geplant sind Sanierungen, darunter das Dach der Reutersbrunnenschule, Dach und Fassade des Willstätter-Gymnasiums und die Generalsanierung der Grundschule St. Johannis.


Was zuletzt fertig geworden ist

Abgeschlossen sind laut Stadt die Sanierung von Dach, Fassade und Fenstern der Bismarckschule und der Neubau des Schulcampus Werderau. Auch der Neubau der Grundschule Ludwig-Uhland-Schule und die Sanierung des Interimsstandorts in der Pilotystraße sind fertig und in Betrieb. An der Georg-Paul-Amberger-Schule wurden Schulspielhof und Freisportfläche neu gestaltet.


Weniger Geld für Fachräume ab 2027

Neben den großen Bauten modernisiert die Stadt Fachräume, Schulküchen und Werkstätten über eine sogenannte Modernisierungspauschale, einen festen jährlichen Betrag für kleinere Erneuerungen. Diese Mittel sollen wegen der Haushaltslage ab 2027 von 2,5 Millionen auf 2,1 Millionen Euro im Jahr sinken. Bereits begonnen oder abgeschlossen sind etwa die Sanierung der Biologie- und Physikräume am Dürer-Gymnasium und der Schullehrküche an der Georg-Holzbauer-Schule. An der Fachoberschule Lothar-von-Faber wird die frühere Direktorenvilla für Werkstätten hergerichtet.


Häufige Fragen

Welche Schulen sind von der Haushaltssperre in Nürnberg betroffen? Laut Sachstandsbericht unter anderem die Friedrich-Hegel-Schule (Erweiterungsbau), die Ketteler-Schule (Generalsanierung), die Sporthallen am Berufsbildungszentrum und der zweite Bauabschnitt des Sportmodulbaus an der Carl-von-Ossietzky-Schule.


Sind die betroffenen Schulprojekte gestrichen? Nicht unbedingt. Laut Stadt Nürnberg bedeutet die Kennzeichnung nicht, dass sämtliche betroffenen Projekte endgültig aufgehoben sind. Die weitere Umsetzung hängt von der Haushaltslage und weiteren Entscheidungen ab.


Was offen ist

Wie lange die Haushaltssperre gilt und wann über die betroffenen Projekte neu entschieden wird, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Auch die Kosten der einzelnen gestoppten Vorhaben nennt die Stadt nicht. Mehr zur Lage der Stadtfinanzen finden Sie in der Rubrik Nürnberg.


Grundlage: Pressemitteilung Nr. 1223 der Stadt Nürnberg vom 30. Oktober 2026 („Schulbau in Nürnberg: Stadt schafft und erhält Räume für gute Bildung“). Eigene Einordnung.

Titelbild: Die Bismarckschule in Nürnberg, deren Dach, Fassade und Fenster inzwischen saniert sind (Aufnahme von 2015) – HeRuBn / Wikimedia Commons, Lizenz CC BY-SA 4.0

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