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Hafenbrücken: Neue Auffahrt zur A73 Richtung Feucht ist offen

vor 4 Stunden
3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Seit Donnerstag, 5. November 2026, fährt der Verkehr aus Eibach und dem Nürnberger Hafengebiet in Richtung Feucht über die neuen Behelfsbrücken am Kreuz Nürnberg-Hafen auf die A73.

  • Bis Mittwoch, 4. November, führte diese Strecke noch über die alte Kanalbrücke an der Hafenstraße.

  • Der neue Weg beginnt an der Rotterdamer Straße, quert den Main-Donau-Kanal und führt über eine neue Rampe direkt auf die A73.

  • Für Autofahrerinnen und Autofahrer aus der Gartenstadt ändert sich nichts.


Am Kreuz Nürnberg-Hafen gilt seit Donnerstag, 5. November 2026, eine neue Verkehrsführung. Wer aus Eibach oder dem Hafengebiet auf die Autobahn A73 in Richtung Feucht fahren will, nutzt nun die neuen Behelfsbrücken der Baustelle an den Hafenbrücken. Das hat die Stadt Nürnberg am 3. November mitgeteilt. Der Servicebetrieb Öffentlicher Raum Nürnberg (Sör) öffnet dafür eine weitere Auffahrtsrampe der vorübergehenden Umfahrung.


Die Änderung ist ein weiterer Schritt in einem der größten Brückenprojekte der Stadt. Drei Brücken im Hafengebiet werden abgerissen und neu gebaut, die Hauptarbeiten mit Abbruch und Neubau laufen nach Angaben der Stadt seit September 2026.


Hafenbrücken Nürnberg: Was sich ab 5. November ändert

Bis einschließlich Mittwoch, 4. November, konnten Autofahrerinnen und Autofahrer aus Eibach und dem Hafengebiet die alte Kanalbrücke an der Hafenstraße nutzen, um zur A73 Richtung Feucht zu gelangen. Seit Donnerstag ist dieser Weg für sie nicht mehr vorgesehen.


Der Verkehr in diese Richtung beginnt jetzt an der Rotterdamer Straße. Von dort geht es über die neuen Behelfsbrücken über den Main-Donau-Kanal und anschließend über die neue Rampe direkt auf die A73 in Richtung Feucht.


Für Verkehrsteilnehmende aus der Gartenstadt ändert sich nach Angaben der Stadt nichts. Ihre bisherige Route in diese Richtung bleibt bestehen.


Wie der Verkehr am Kreuz Nürnberg-Hafen derzeit geführt wird

Seit dem 21. September 2026 gilt am Kreuz Nürnberg-Hafen eine geänderte Verkehrsführung. Laut der Projektseite der Stadt Nürnberg (Stand: 3. November 2026) sind unter anderem diese Regeln wichtig:


  • Auf der Südwesttangente und dem Frankenschnellweg in Richtung Feucht entfällt die Ausfahrt Nürnberg-Hafen-Ost. Umgeleitet wird über Nürnberg-Hafen-Süd sowie Marthweg, Wiener Straße, Hamburger Straße und Hafenstraße.

  • Auf der Hafenstraße in Richtung Finkenbrunn wird die neue Behelfsumfahrung genutzt.

  • Aus Richtung Feucht kann an der Anschlussstelle Nürnberg-Hafen-Ost weiter abgefahren werden. Der bisherige Rechtsabbieger Richtung Innenstadt ist gesperrt, davor gibt es einen provisorischen Rechtsabbieger.

  • Die Zufahrt zum Flügelrad und zum SV Maiach aus Richtung Finkenbrunn ist nicht mehr direkt möglich. Umgeleitet wird über die Rotterdamer Straße.


Sör empfiehlt, sich vor der Fahrt über die Verkehrslage zu informieren, mehr Zeit einzuplanen und das Gebiet möglichst großräumig zu umfahren. Vor allem in der ersten Bauphase ist nach Angaben der Stadt mit erheblichen Rückstaus zu rechnen.


Warum die Hafenbrücken neu gebaut werden

Die Hafenbrücken sind nach Angaben der Stadt Nürnberg wegen korrosionsgefährdeten Spannstahls sanierungsbedürftig. Schon in den vergangenen Jahren galten deshalb Einschränkungen: Schwerverkehr wurde gesperrt, in der Hafenstraße gilt Tempo 50, und die Rampe von der Südwesttangente in Richtung Hafen ist seit April 2019 gesperrt.


Ersetzt werden die Brücke des Frankenschnellwegs über den Main-Donau-Kanal und die Südwesttangente sowie die beiden Brücken der Hafenstraße über den Kanal und über die Südwesttangente. Die neue Frankenschnellweg-Brücke wird zweispurig statt dreispurig. Täglich fahren laut Stadt etwa 35.000 Fahrzeuge über die Hafenstraße und rund 28.000 über den Frankenschnellweg.


Was kosten die Hafenbrücken und wann sind sie fertig?

Die Stadt Nürnberg beziffert die Gesamtkosten auf rund 347,5 Millionen Euro. Davon trägt die Stadt 156,5 Millionen Euro, der Freistaat Bayern hat 191 Millionen Euro in Aussicht gestellt. Nach derzeitigem Stand sollen die Arbeiten Ende 2029 abgeschlossen sein. Die Frankenschnellweg-Brücke bleibt bis zu ihrem Abbruch gesperrt, voraussichtlich bis August 2027.


Bei einer Bauwerksprüfung vom 5. bis 7. Oktober 2026 wurden nach Angaben der Stadt keine gravierenden neuen Schäden festgestellt. Die abschließende Bewertung steht noch aus, weil die Prüfberichte noch ausgewertet werden. Die bestehenden Verkehrsbeschränkungen bleiben bis dahin in Kraft.


Weitere Nachrichten zu Baustellen und Verkehr finden Sie in der Rubrik Nürnberg.


Was offen ist

Wie sich die neue Rampe auf die Staus rund um das Kreuz Nürnberg-Hafen auswirkt, lässt sich erst nach einigen Tagen Betrieb beurteilen. Offen ist auch, wann die abschließende Bewertung der Brückenprüfung vom Oktober vorliegt und ob sie Folgen für den Zeitplan hat.


Titelbild: Einhub eines Brückenteils über einer Wasserstraße, Symbolbild – Wolfgang Weiser / Unsplash, Unsplash-Lizenz

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