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Bahnstrecke Nürnberg–Ingolstadt: Vollsperrung bis 12. Dezember

vor 3 Stunden
3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • Die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt ist von Freitag, 30. Oktober 2026, 22 Uhr, bis einschließlich 12. Dezember 2026 voll gesperrt.

  • Die DB InfraGO verlegt zwischen Allersberg, Kinding und Ingolstadt Nord mehr als 160 Kilometer neue Schienen und erneuert Weichen und Kabel.

  • Der RE1 wird über Treuchtlingen oder Augsburg umgeleitet, zwischen Nürnberg und Ingolstadt fahren Ersatzbusse.

  • Fernzüge München–Berlin brauchen rund 45 Minuten länger, direkte Züge München–Frankfurt über Nürnberg entfallen.


Die Bahnstrecke Nürnberg–Ingolstadt ist ab Freitagabend für sechs Wochen gesperrt. Von Freitag, 30. Oktober 2026, 22 Uhr, bis einschließlich Samstag, 12. Dezember 2026, fahren auf der Schnellfahrstrecke keine Züge. Die Bahn-Infrastrukturtochter DB InfraGO erneuert in dieser Zeit die Gleise. Das geht aus einer Pressemitteilung der Deutschen Bahn hervor.


Betroffen sind Pendlerinnen und Pendler im Regionalverkehr zwischen Nürnberg, Allersberg, Kinding und Ingolstadt ebenso wie Fernreisende auf den Verbindungen von München nach Berlin, Hamburg und Frankfurt.


Was die Bahn auf der Strecke Nürnberg–Ingolstadt erneuert

Zwischen Allersberg, Kinding und Ingolstadt Nord verlegt die DB InfraGO mehr als 160 Kilometer neue Schienen. Dabei werden nach Angaben der Bahn rund 10.000 Tonnen Material bewegt. Die Bahn begründet den Austausch mit dem Verschleiß: Auf Strecken mit hohen Geschwindigkeiten müssen die Schienen etwa alle 20 Jahre erneuert werden, die bisherigen Schienen sind rund 20 Jahre alt.


Neben den Schienen tauscht die Bahn mehrere Weichen aus, verlegt neue Kabel, prüft die Tunnel und reinigt die Entwässerungsanlagen. Zu den Kosten der Arbeiten macht die Bahn in ihrer Mitteilung keine Angaben.


Wie Pendler zwischen Nürnberg und Ingolstadt fahren

Für den Regionalverkehr gelten während der Sperrung folgende Änderungen:


  • Der RE1 (München–Ingolstadt–Nürnberg) wird über Treuchtlingen oder über Augsburg umgeleitet.

  • Zwischen Nürnberg und Ingolstadt fahren Ersatzbusse. Sie halten laut Bahn unter anderem in Allersberg (Rothsee), in Kinding und in Ingolstadt Nord.


Die Umleitung über Treuchtlingen oder Augsburg führt über deutlich längere Wege als die direkte Schnellfahrstrecke. Wie viel länger die Fahrt im RE1 im Einzelfall dauert, nennt die Bahn in der Mitteilung nicht; die aktuellen Fahrpläne stehen auf bahn.de und in der App DB Navigator.


Welche Fernzüge von der Sperrung betroffen sind

Die Schnellfahrstrecke ist eine der wichtigsten Fernverkehrsachsen in Bayern. Die Sperrung wirkt sich deshalb auf mehrere ICE-Verbindungen aus:


  • München–Berlin: Es gibt weiterhin mindestens stündlich direkte Züge, die Fahrt dauert aber rund 45 Minuten länger.

  • Nürnberg–Berlin: Hier gibt es laut Bahn keine Einschränkungen.

  • München–Hamburg über Kassel: Statt stündlich fahren die Züge nur noch alle zwei Stunden; in der anderen Stunde beginnen oder enden sie in Nürnberg.

  • München–Frankfurt: Die direkten Verbindungen über Nürnberg entfallen. Die Bahn empfiehlt, über Stuttgart zu fahren.


Häufige Fragen zur Sperrung

Wie lange ist die Bahnstrecke Nürnberg–Ingolstadt gesperrt?

Die Schnellfahrstrecke Nürnberg–Ingolstadt ist vom 30. Oktober 2026, 22 Uhr, bis einschließlich 12. Dezember 2026 voll gesperrt. Das sind rund sechs Wochen.


Fahren während der Sperrung Züge von Nürnberg nach München?

Ja, aber mit Umwegen. Die direkten Fernzüge München–Berlin, die über Nürnberg fahren, verkehren laut Bahn weiter mindestens stündlich und brauchen rund 45 Minuten länger. Der RE1 fährt über Treuchtlingen oder Augsburg.


Gibt es Ersatzbusse zwischen Nürnberg und Ingolstadt?

Ja. Die Bahn setzt zwischen Nürnberg und Ingolstadt Ersatzbusse ein, die unter anderem in Allersberg (Rothsee), Kinding und Ingolstadt Nord halten.


Was offen ist

Die Bahn nennt keine Kosten für die Erneuerung und keine Fahrzeiten für den umgeleiteten RE1. Ob die Arbeiten im Zeitplan bleiben und die Strecke wie angekündigt nach dem 12. Dezember wieder freigegeben wird, zeigt sich erst gegen Ende der Bauzeit. Die Bahn bittet Reisende, ihre Verbindung vor jeder Fahrt zu prüfen. Weitere Meldungen zum Verkehr in der Stadt finden Sie in der Rubrik Nürnberg.



Titelbild: Bahngleise mit Weiche und Signalen, Symbolbild – Wolfgang Rottmann / Unsplash, Unsplash-Lizenz

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