top of page

Suchergebnisse

Search this site

497 Ergebnisse gefunden mit einer leeren Suche

  • Mit modernen Mitteln gegen Politikverdrossenheit – Pressebericht Nürnberger Nachrichten

    Der Muggenhofer SPD-Orstvereinschef Kevin Kienle hat die Internetseite www.politik-punk.com konzipiert. Politik? Wo andere sich abwenden, schaut Kevin Kienle genau hin. Der Vorsitzende des SPD-Ortsvereins Muggenhof, gerade 21 Jahre jung und in Ausbildung zum Industriekaufmann, arbeitet an einer neuen Plattform: www.politik-punk.com soll das Interesse vorwiegend junger Menschen für die politische Kultur, für Parteien und die heimischen Politiker wecken. Seit rund einer Woche ist die Homepage online. Herr Kienle, was kann „Politik-Punk“, was andere Plattformen nicht können? Kienle: Der Grundgedanke ist, der Politikverdrossenheit entgegenzuwirken. Mit einem modernen Design, mit Interviews und Blicken hinter die Kulissen der Politik, aber auch durch die Vorstellung lokaler Projekte und Läden. „Politik-Punk“ soll erst mal ein lokales Projekt für Nürnberg sein. Eines aus Nürnbergs „wildem Westen“. Wie weit sind Sie schon? Kienle: Das erste Interview ist geführt und wird gerade fertig gemacht. Mit wem? Darf ich raten: mit einem SPD-Politiker. Kienle: Das stimmt, ich habe einen Landtagsabgeordneten meiner Partei befragt. Es wäre aber auch kein Problem, wenn ein CSU-Politiker zu Wort kommt. Denn ich möchte nicht, dass nur meine eigene Meinung vorkommt. Auch Beiträge über die Grünen, über Freie Wähler oder die Linke sind denkbar. Gibt es das nicht schon? Die Bundeszentrale für¼r politische Bildung zum Beispiel stellt auf ihrer Internetseite Parteien und ihre Programme vor und ordnet sie ein. Kienle: Aber besuchen die Bürger diese Plattform auch? Diese Webseiten sind oft träge und nicht sehr ansehnlich. Ich kenne niemanden, der nicht in einer Partei oder sogar Politiker ist, der dort surft. Das kommt direkt vom Staat. Dagegen haben viele Menschen, auch jüngere, Vorbehalte. Ähnlich wie bei den Tagesthemen. Wie die anderen Öffentlich-rechtlichen Sender sind die aber doch frei in ihrer Berichterstattung . . . Kienle: Ich schaue natürlich auch Tagesschau, um die wichtigsten Nachrichten mitzukriegen, aber das ist nicht alles. Wenn Sie sagen, dass alle Parteien und politischen Ansichten einen Platz bei „Politik-Punk“ haben, gilt das auch für die AfD? Kienle: Man muss schauen, wie das funktionieren kann. Generell meine ich, dass sich jede Partei äußern können muss. Wenn man diese Leute komplett ignoriert, dann kapseln sie sich völlig ab und werden immer extremer. Man muss einfach miteinander reden! Ich bin deshalb in alle Richtungen offen, solange es nicht auf Hetze oder Rassismus hinausläuft. Ich bin überzeugt: Alle Menschen sind gleich und kein Mensch ist schlecht. Arbeiten Sie allein oder haben Sie ein Team? Kienle: Bisher noch allein, und ich finanziere das auch privat. Aber ich habe nicht vor, auf lange Zeit allein zu bleiben. Jeder, der Interesse hat, soll mitmachen können. Ehrenamtlich, logisch! Aber wer Lust hat, ist herzlich willkommen. Denn verschiedene Ausrichtungen und Sichtweisen, der Austausch untereinander, das macht es ja interessanter. Sicher planen Sie schon die nächsten Beiträge? Kienle: Für ein zweites Interview fehlen aktuell nur noch die Fotos. Dann habe ich vor, so etwas wie "follow me" auf YouTube zu machen: Ein Tag mit einem Stadtrat oder auch einem Bundestagsabgeordneten, wo man erfährt, was machen die eigentlich. Geplant ist auch, etwas zu Quelle zu machen. Was aus den Gebäuden und dem Gelände wird, beschäftigt alle, nicht nur hier in Muggenhof. Wenn Sie mit den Abgeordneten unterwegs sind, werden die sicher einen superinteressanten und arbeitsamen Tag aussuchen... Kienle: Natürlich muss man schauen, wie realitätsnah das dann ist. Wir müssen aber nicht alles nehmen, was im Schaufenster ausliegt und haben zwischendurch bestimmt Zeit für Smalltalk und Persönliches. Im Herbst wird in Bayern gewählt. Sind Sie schon im Wahlkampfmodus, auch mit der Plattform? Kienle: Ich möchte sie nicht als Instrument nutzen, der „Politik-Punk“ soll parteipolitisch neutral bleiben. Welche Formate wird „Politik-Punk“ nutzen? Kienle: Erst mal setze ich auf Text. Cool wären Podcasts, weil vor allem junge Menschen es mögen, wenn sie auf dem Weg zur Arbeit oder zu Hause etwas Neues hören. Videos sind der letzte Baustein. Denn man benötigt eine Kamera, ein Bearbeitungsprogramm und jemanden, der das macht. Es soll professionell sein, damit sich Interessierte das auch gern ansehen. Wie werden Sie „Politik-Punk“ bekannter machen? Kienle: Vor allem durch Mundpropaganda. Facebook und Instagram haben wir schon, vielleicht kaufe ich über Google oder Facebook auch mal Werbefläche. Für zehn Euro kommt man da schon weit. Wenn ich uns loben darf: Ein Prognose-Tool bewertet den Facebook-Auftritt der SPD Muggenhof mit 86 von 100 Punkten, das ist top. Weltweit und vor Ort. Und über Nürnberg hinaus? Kienle: Fragen sich Menschen überall, was Politik eigentlich macht und kann. Mein Wunsch ist, dass man versteht, was passiert und wieso etwas passiert. Warum zum Beispiel die EU eine Vorschrift macht, nach der Gurken gerade sein sollen. Oder warum die SPD einen schweren Stand hat? Im Zuge der Schulz-Mania Anfang 2017 und der No-GroKo-Diskussion im Herbst sind viele Menschen neu in die SPD eingetreten. Sind die heute noch da? Kienle: Bei uns in Muggenhof ist einer eingetreten und der ist noch da. Der Bundesvorsitzende der Jusos, Kevin Kühnert, hat als GroKo-Gegner Furore gemacht und war oft im Fernsehen. Kennen Sie den Mann, dessen Name ähnlich klingt wie Ihrer, eigentlich? Kienle: Wir hatten über Facebook mal Kontakt, persönlich habe ich ihn aber noch nicht getroffen. Kienle & Kühnert im Talk, das würde doch gut klingen. Kienle: Als Format? Könnte man machen. Ich denke mal darüber nach. Das Interview ist auch in der gedruckten Zeitung am 4. Juli 2018 erschienen. Interview: GABRIELE KOENIG Nachlesen auf Nordbayern.de

  • Takumi Nürnberg – Ein Stück Japan im Herzen der Stadt

    Mitten in der pulsierenden Atmosphäre zwischen der Breiten Gasse und der Karolinenstraße in Nürnberg, umgeben von lebhaften Geschäften und dem bunten Treiben der Stadt, entdeckt man ein charmantes Juwel japanischer Kochkunst – das Takumi Nürnberg. Dieses kleine Paradies der asiatischen Gaumenfreuden, eingebettet in das Herz der Stadt, verzaubert nicht nur Liebhaber der japanischen Küche, sondern auch neugierige Neulinge, die nach einem authentischen kulinarischen Erlebnis suchen. Das äußere Erscheinungsbild des Takumi, das an traditionelle Ramen-Restaurants in den belebten Straßen Tokios erinnert, fängt die Blicke der Passanten ein. Besonders die einladenden Fensterplätze, die einen direkten Blick auf das geschäftige Treiben der Straße ermöglichen, schaffen eine Atmosphäre, die sowohl intim als auch lebendig ist. Hier, wo die Grenzen zwischen der hektischen Außenwelt und einer Oase der Ruhe verschwimmen, beginnt eine Reise, die den Gast direkt in das Herz der japanischen Esskultur entführt. Schon beim ersten Schritt über die Schwelle des Takumi wird man von einer Welt umfangen, die alle Sinne anspricht. Die warme, einladende Atmosphäre, geprägt von traditionellen japanischen Elementen und einer liebevollen Gestaltung, lädt zum Verweilen und Genießen ein. Es ist ein Ort, der nicht nur durch seine Speisen, sondern auch durch sein Ambiente eine Geschichte erzählt – eine Geschichte von Tradition, Handwerkskunst und der Leidenschaft für gutes Essen. Begleite uns auf dieser kulinarischen Entdeckungsreise und erfahren Sie mehr über die Geheimnisse und die Faszination des Takumi Nürnberg, einem Ort, der mehr ist als ein Restaurant – es ist eine Einladung, in eine Welt einzutauchen, die den Geist Japans inmitten Nürnbergs lebendig werden lässt.

  • 1. FC Nürnberg: Zoma, Traumstart und die Wolfsburg-Probe

    Fünf Siege, ein Remis, ein Nationalspieler aus der zweiten Liga – im Sporttalk ordnen Paul Arzten und Theo Deinlein den Höhenflug des Clubs ein. Der 1. FC Nürnberg ist nach sechs Spieltagen der 2. Bundesliga ungeschlagen: fünf Siege, ein Remis in Kiel, 16 Punkte und Platz zwei hinter Hertha BSC, das alle sechs Spiele gewonnen hat. Zuletzt setzte sich der Club am 19. September mit 1:0 beim Karlsruher SC durch. Im Sporttalk von The Nuremberg Times sprechen Moderator Paul Arzten und Sportexperte Theo Deinlein über die Gründe – und über Mohamed Ali Zoma, der als Zweitligaspieler in die italienische Nationalmannschaft berufen wurde. Warum ist der 1. FC Nürnberg so stark in die Saison gestartet? Deinlein nennt den Auftakt den besten, den der Club je hingelegt habe. Den Sieg in Karlsruhe, bei dem dem KSC laut Podcast ein Tor aberkannt wurde, wertet er als Reifezeichen: „So ein Spiel gewinnst du normalerweise als Aufsteiger." Die Mannschaft wachse „mit jedem Spiel". Den wichtigsten Impuls sieht er bei Trainer Miroslav Klose, auf dem Platz bei Führungsspielern wie dem 28-jährigen Julian Justvan, der beim 2:1 gegen Hannover 96 schon nach fünf Minuten einen Abwehrfehler bestrafte. Ansonsten setzt Klose konsequent auf junge Spieler: „Der Trainer setzt darauf, dass die Jugend stark wird und die Ergebnisse geben ihm aktuell auf jeden Fall recht." Dass Hertha vorn steht, halten beide eher für einen Vorteil. „Es ist für uns aber ganz gut psychologisch", heißt es im Gespräch: Als Zweiter bleibe die Mannschaft hungrig, ein Unentschieden fühle sich nicht wie eine Niederlage an, und der Druck auf die jungen Spieler sinke. Zoma: 20 Millionen abgelehnt, jetzt Squadra Azzurra Die Personalie der Saison ist Mohamed Ali Zoma. Der 22-Jährige kam im Sommer 2025 für rund 1,5 Millionen Euro vom italienischen Drittligisten AlbinoLeffe. Ende August lehnte der Club Medienberichten zufolge ein Angebot von rund 20 Millionen Euro inklusive Boni ab. Nun berief ihn Italiens Nationaltrainer Roberto Mancini, seit Juli Nachfolger von Gennaro Gattuso, für die Nations-League-Spiele gegen Belgien, Frankreich und zweimal die Türkei – nach Angaben von t-online als ersten Spieler eines deutschen Zweitligisten überhaupt. Für Deinlein ist die Entscheidung, Zoma zu halten, ein strategischer Einschnitt. Steige der Club auf, könne er seinen Topspieler halten oder später für 40 bis 50 Millionen Euro verkaufen – eine Summe, die es nach seiner Einschätzung braucht, um sich in der ersten Liga dauerhaft zu etablieren. Das Modell des Ausbildungsvereins, der Talente wie Finn Jeltsch an den VfB Stuttgart abgibt, würde damit erstmals in eigene Stärke umgemünzt. Die Reaktion der Mitspieler – sie brachten Zoma laut Podcast eine Torte – deutet Deinlein als Zeichen intakter Kabine: „Da ist kein Neid oder so. Man unterstützt den anderen beim Erfolg, man gönnt es dem anderen." Die Nominierung zeige zudem, „dass unsere zweite Liga mittlerweile starkes Niveau hat". Tradition gegen Geld: das Topspiel gegen Wolfsburg Nach der Länderspielpause folgt am Samstag, 10. Oktober, um 20.30 Uhr das Flutlicht-Heimspiel gegen Bundesliga-Absteiger VfL Wolfsburg, derzeit Vierter mit fünf Punkten Rückstand auf den Club. Mit einem Sieg wüchse der Abstand auf acht Punkte. Im Sporttalk wird daraus eine Grundsatzfrage – Werksklub gegen Traditionsverein: „Ihr könnt so viel Geld ausgeben, wie ihr wollt, wir entwickeln gute Spieler, wir haben Team Spirit." Dass Fans von Erstligisten dem Club und Hertha in Kommentarspalten die Rückkehr nach oben wünschen, freut beide. Als Beleg für die Stärke der eigenen Anhängerschaft verweisen sie auf die Auswärtsfahrten: In Karlsruhe seien nach ihren Angaben 4.000 bis 4.500 Nürnberger im Stadion gewesen. „Auf sowas kann ein Wolfsburg nicht hoffen."

  • SGV-Frauen schlagen Weißenstadt 4:2 nach Niederlage in Thenried

    Die Frauen des SGV Nürnberg-Fürth 1883 haben nach ihrer Niederlage in Thenried mit einem Heimsieg reagiert. Gegen den 1. FC Weißenstadt gewann die Mannschaft 4:2. Den Endstand stellte kurz vor dem Abpfiff die eingewechselte Karen Oviedo Peña per Foulelfmeter her. Nach vier Ligaspielen hat der SGV damit drei Siege geholt. Der Verein selbst spricht von einem gelungenen Saisonstart. Der Sieg fiel knapper aus, als es der Spielverlauf nahelegte. Zur Pause führte der SGV 3:1 und bestimmte laut Bericht auch die zweite Halbzeit, nutzte seine Chancen aber nicht. Weißenstadt kam in der 86. Minute noch einmal heran. Frühe Führung, schneller Ausgleich Der SGV kontrollierte das Spiel von Beginn an und setzte die Gäste früh unter Druck. Bereits in der 4. Minute brachte İpek Dinc die Gastgeberinnen mit 1:0 in Führung. Weißenstadt stand laut Spielbericht überwiegend tief in der eigenen Hälfte und suchte den Weg nach vorn über schnelles Umschaltspiel. Die SGV-Defensive unterband diese Angriffe meist frühzeitig. Im letzten Drittel fehlte den Gastgeberinnen zunächst die Konsequenz, mehrere aussichtsreiche Aktionen blieben ohne Ertrag. In der 16. Minute nutzte Weißenstadt einen Fehler im Aufbauspiel des SGV zum 1:1. Zwei Tore vor der Pause Der SGV blieb offensiv und ging in der 35. Minute erneut in Führung: Lorena Dela Volpe traf zum 2:1. Fünf Minuten später erhöhte Cinzia Fritsch auf 3:1. Mit diesem Vorsprung ging es in die Halbzeit. Für beide war es nicht der erste Saisontreffer. Beim 8:2 gegen den SV Altenstadt/Vohenstrauß am zweiten Spieltag hatte Dela Volpe einmal, Fritsch zweimal getroffen, wie The Nuremberg Times berichtete. Chancen vergeben, Gegner im Spiel gehalten Nach dem Seitenwechsel blieb der SGV laut Spielbericht die spielbestimmende Mannschaft und erarbeitete sich zahlreiche Möglichkeiten. Die Vorentscheidung verpasste er jedoch. Der Verein räumt selbst ein, die Gäste durch die vergebenen Chancen im Spiel gehalten zu haben. In der 86. Minute verkürzte Weißenstadt auf 3:2. In den Schlussminuten drängten die Gäste auf den Ausgleich. Kurz vor dem Abpfiff wurde Karen Oviedo Peña im Strafraum gefoult. Die Eingewechselte trat selbst an und verwandelte zum 4:2-Endstand. Drei Siege aus vier Spielen Mit dem Erfolg gegen Weißenstadt hat der SGV die erste Saisonniederlage abgehakt. Auffällig ist das Muster der zweiten Halbzeit. Schon gegen Altenstadt/Vohenstrauß hatte deie SGV nach klarer Führung zwei Gegentore zugelassen, damals ohne Folgen für das Ergebnis. Gegen Weißenstadt reichte die Chancenverwertung erst durch den späten Elfmeter für einen ruhigen Abschluss. Faktenkasten: Die Tore im Überblick Minute Spielstand Torschützin 4. 1:0 İpek Dinc (SGV) 16. 1:1 n. a. (1. FC Weißenstadt) 35. 2:1 Lorena Dela Volpe (SGV) 40. 3:1 Cinzia Fritsch (SGV) 86. 3:2 n. a. (1. FC Weißenstadt) kurz vor Abpfiff 4:2 Karen Oviedo Peña (SGV, Foulelfmeter)

  • Klopp will die Deutschlandflagge zurückholen – zu Recht?

    Am Wahlabend von Berlin und Schwerin streitet „Politikpunks Studio" über Patriotismus, Stolz und Schwarz-Rot-Gold. Bundestrainer Jürgen Klopp will „die Fahne zurückholen" – ein Satz, gefallen am 17. September 2026 bei seiner ersten Kadernominierung auf dem DFB-Campus in Frankfurt, der seither weit über die Sportseiten hinaus diskutiert wird. Im Podcast Echodialog von The Nuremberg Times greifen Romy Singh und Paul Arzten das Statement am Abend der Wahlen in Berlin und Mecklenburg-Vorpommern auf. Ihr Befund: Klopps Anliegen ist richtig, sein Wort „Nationalstolz" aber trägt nicht – Stolz auf etwas, das man sich nicht erarbeitet hat, führe in die Irre. Was hat Jürgen Klopp zur Deutschlandflagge gesagt? Gefragt nach seiner Kappe mit der Aufschrift „Einer von 83 Millionen" in Schwarz-Rot-Gold sagte Klopp: „Ich würde mir oder uns gerne die Fahne zurückholen." Er wolle, dass niemand, der die Fahne schwenke, gefragt werde, was mit ihm nicht in Ordnung sei. Und weiter: „Ich möchte Nationalstolz nicht den falschen Leuten überlassen." Man könne stolz darauf sein, Deutscher zu sein, „und trotzdem offen und trotzdem vielfältig und trotzdem nett, freundlich". Klopp, seit Mitte August im Amt, bezog sich dabei ohne Namensnennung auf die Landtagswahl in Sachsen-Anhalt, bei der die AfD am 6. September 43,8 Prozent erreichte und die absolute Mehrheit der Sitze um drei Mandate verfehlte. Für Singh ist der Satz „erwärmend" – es seien „genau solche Persönlichkeiten, die in den letzten Jahren viel zu leise waren, die es braucht". Gegen die Gefühle, die die AfD bediene – er nennt „Angst, Missgunst, Niedertracht" –, sei „kein vernünftiges Argument gewachsen, sondern nur tiefe Gefühle können Angst bekämpfen". Wahlabend: AfD vorn in Schwerin, Linke vorn in Berlin Die Folge wurde aufgezeichnet, während noch ausgezählt wurde. Nach dem vorläufigen Ergebnis liegt die AfD in Mecklenburg-Vorpommern mit 38,3 Prozent vor der SPD mit 35,5 Prozent; Linke (6,5) und Grüne (5,7) ziehen ein, CDU (4,9) und BSW (4,8) scheitern an der Fünfprozenthürde. Nach dem Wanderungsmodell von Infratest dimap für die ARD gewann die AfD rund 67.000 Stimmen von früheren Nichtwählerinnen und Nichtwählern. In Berlin wird die Linke mit 25,7 Prozent erstmals stärkste Kraft, vor CDU (18,8), AfD (16,3), Grünen (14,3) und SPD (12,1); Spitzenkandidatin Elif Eralp könnte Regierende Bürgermeisterin werden. Arzten leitet daraus ab, dass die AfD in Schwerin trotz Wahlsieg kaum regieren kann: Ohne das BSW im Landtag fehlt jeder Partner. Eine Zusammenarbeit von CDU und AfD hält Singh für ausgeschlossen: „Welche Basis sollen diese beiden Parteien denn überhaupt finden? Eine Europapartei mit einer sehr europafeindlichen Partei." Den Begriff Protestwähler lehnt er ab, weil hinter Protest für sie „so eine Art grundvernünftiger Gedanke" stehe. Arzten sieht eher Zustimmung als Protest: Frühere Nichtwähler gingen zur Urne, weil „meine Themen werden jetzt angesprochen". Nürnberg ist für Singh kein Gegenbeispiel: Es gebe „ganze Straßenzüge, in denen die AfD einfach die stärkste Kraft ist" – rund um die Frankenstraße, im Westen und in Teilen von Langwasser, mit 24 bis 25 Prozent. Warum Schwarz-Rot-Gold die Farben der Demokratie sind Die Farben Schwarz, Rot und Gold gehen auf das Lützowsche Freikorps der Befreiungskriege von 1813 zurück und wurden durch die studentische Burschenschaftsbewegung ab 1815 sowie das Hambacher Fest 1832 zum Symbol der liberalen Nationalbewegung. 1848 erklärte der Deutsche Bund sie zu Bundesfarben; unter ihnen tagte das Paulskirchenparlament in Frankfurt, das erste frei gewählte gesamtdeutsche Parlament. Die Weimarer Verfassung von 1919 machte Schwarz-Rot-Gold zu den Reichsfarben. Wenige Wochen nach der Machtübernahme, am 12. März 1933, schafften die Nationalsozialisten die Flagge per Verordnung ab und ersetzten sie durch Schwarz-Weiß-Rot und die Hakenkreuzfahne. Die verbreitete Deutung – Schwarz für die Knechtschaft, Rot für den blutigen Kampf, Gold für die Freiheit – ist nachträglich, wie Singh betont. Genau diese Geschichte macht für sie die Vereinnahmung unerträglich: Bei AfD-Kundgebungen sehe man vorn Deutschlandflaggen, in den hinteren Reihen Kaiserflaggen und die Reichskriegsflagge – getragen von Menschen, „ohne zu wissen, was sie da eigentlich spazieren". Arzten ergänzt: „Acht von zehn Personen können dir das nicht beantworten" – unter AfD-Sympathisanten neun von zehn. Patriotismus ja, Nationalstolz nein – wo die Hosts Klopp widersprechen Beim Begriff Nationalstolz steigen beide aus. „Für mich schließen sich eigentlich Patriotismus und Nationalstolz ein Stück weit gegenseitig aus", sagt Singh, die sich als Sozialdemokratin und Verfassungspatriotin bezeichnet. Stolz auf eigene Leistung, Familie und Freunde sei legitim, aber „Stolz ist, finde ich, so ein Wort, der führt unweigerlich zu Hochmut". Patriotismus dagegen frage: „Was kann ich für mein Land tun?" – durch Ehrenamt, Arbeit, Steuern. Arzten argumentiert ähnlich: „Du kannst ja nicht aussuchen, wo du geboren worden bist." Auch in den Nationalkader werde man berufen, um zu dienen – nicht, weil man es sich verdient habe. Kritik an Klopp kommt auch von anderer Seite: Im Sport1-„Doppelpass" bezweifelte der Journalist Nikolaus Blome, dass die Fahne überhaupt „weg" sei – „Die Nationalmannschaft sollte nicht gegen die AfD spielen. Das ist nicht ihre Aufgabe." Singh und Arzten kommen zum gegenteiligen Schluss. Singh überlegt, einen Fahnenmast in den Garten zu stellen, und fordert, die demokratischen Parteien sollten die Rückeroberung der Flagge bei sich diskutieren; Arzten verweist auf die Grünen, deren Vorsitzende Franziska Brantner erklärt hat, man dürfe die Deutschlandflagge „nicht der AfD überlassen". Den ersten Test liefert der Fußball: Am Donnerstag, 24. September, gibt Klopp in Amsterdam gegen die Niederlande sein Debüt in der Nations League. Transparenzhinweis: Die Wahlergebnisse sind vorläufige Zahlen vom 20. September 2026. Die Angaben zu AfD-Hochburgen in Nürnberg stammen aus dem Gespräch und wurden nicht mit Wahlkreisdaten abgeglichen.

  • Die Finals in Nürnberg: Zehn-Millionen-Event trotz Haushaltssperre

    Die Stadt Nürnberg will die Finals ausrichten, das Multisport-Format, bei dem an einem Wochenende Deutsche Meisterschaften in zahlreichen Sportarten an einem Ort ausgetragen und von ARD und ZDF übertragen werden. Oberbürgermeister Marcus König (CSU) stellte die Interessensbekundung am Donnerstag, 17. September, gemeinsam mit Ministerpräsident Markus Söder (CSU), Sportbürgermeister Andreas Krieglstein (CSU) und Jörg Ammon, dem Präsidenten des Bayerischen Landes-Sportverbands, im Max-Morlock-Stadion vor. Der Freistaat sagt die Hälfte der Kosten zu: bis zu fünf Millionen Euro bei einem Gesamtbudget von rund zehn Millionen Euro. Für die andere Hälfte gibt es bislang keinen Finanzierungsplan. König sagte laut t-online, „alle Beteiligten“ erstellten „gerade einen Plan“; er sei „zuversichtlich, das Geld zusammenzubekommen“. Die Bewerbung fällt in eine Phase, in der die Stadt sich selbst enge Grenzen gesetzt hat. Seit dem 29. Juli gilt in Nürnberg eine Haushaltssperre. Projekte und Vertragsabschlüsse über 50.000 Euro müssen seither einzeln vom Finanzreferat genehmigt werden, noch nicht begonnene Vorhaben sind ausgesetzt, offene Stellen werden nicht mehr extern ausgeschrieben. Für 2027 kündigte die Stadtspitze ein Konsolidierungsprogramm von rund 80 Millionen Euro an. Was die Finals sind und was Nürnberg plant Die Finals vereinen laut Deutschem Olympischen Sportbund (DOSB) Deutsche Meisterschaften in olympischen und nicht-olympischen Sportarten an einem oder mehreren Orten. Die Premiere fand 2019 in Berlin statt, damals mit neun Sportarten an zwei Tagen. In Hannover wurden im Juli 2026 nach DOSB-Angaben in 24 Sportarten 143 Meistertitel vergeben. 2027 ist Stuttgart als Gastgeber vorgesehen. Für Nürnberg nennt t-online als mögliche Disziplinen Triathlon, Beachvolleyball, Breaking, Gerätturnen, 3x3-Basketball und Schwimmen, als denkbare Schauplätze Hauptmarkt, Frauenkirche, Rathaus und Max-Morlock-Stadion. Die Stadt selbst spricht von „Finals 20XX“ – ein Jahr ist nicht festgelegt. Die dpa berichtet, angestrebt sei ein Termin „um 2030“. Laut der städtischen Mitteilung sollen Disziplinen, Austragungsstätten und organisatorische Anforderungen nun gemeinsam mit dem Freistaat und Partnern geprüft werden. Wer die Finals letztlich vergibt, nach welchem Verfahren und bis wann eine Bewerbung eingereicht werden muss, geht aus den bislang verfügbaren Informationen nicht hervor. Söder bezeichnete die Finals als „eine Art deutsches Olympia“. König sagte, Nürnberg könne „Großveranstaltungen“ und Nürnberg könne „Sport“; er bezeichnete das Event gegenüber der dpa als „Werbeblock“ für Wirtschaft, Gastronomie und Hotellerie. Krieglstein sprach von einem „besonderen Moment für Nürnberg“ und rechnet laut t-online mit rund 15.000 zusätzlichen Übernachtungen. Die Stadt erwartet etwa 500.000 Zuschauer. Die offene Hälfte Die Kernfrage der Bewerbung ist die städtische Hälfte des Budgets. Söders Zusage lautet nach Angaben der Stadt: „Der Freistaat wird sich zur Hälfte beteiligen – mit bis zu fünf Mio. Euro.“ Die Formulierung enthält eine Obergrenze. Sollten die Kosten über zehn Millionen Euro steigen, wäre nach dieser Zusage nicht der Freistaat, sondern die Stadt für die Differenz zuständig. Ob und wie das Budget abgesichert ist, hat bislang niemand öffentlich erläutert. Zur Einordnung dienen die Vergleichszahlen, die die dpa nennt: Die Region Hannover gab für die Finals 2026 2,75 Millionen Euro aus, Stuttgart erwartet für 2027 Kosten von über fünf Millionen Euro. Nürnbergs angepeiltes Gesamtbudget von rund zehn Millionen Euro liegt damit deutlich über beiden Werten. Warum Nürnberg mit höheren Kosten kalkuliert – ob wegen eines größeren Programms, notwendiger Infrastruktur oder anderer Faktoren –, ist bislang nicht bekannt. Auch die Zahlen zum wirtschaftlichen Nutzen verdienen einen zweiten Blick. Laut t-online erzielte Hannover 2026 einen gesamtwirtschaftlichen Effekt von rund 25,5 Millionen Euro, zwei Drittel der Besucher seien von außerhalb angereist. Woher diese Zahlen stammen und wer sie erhoben hat, wird in der Berichterstattung nicht ausgewiesen. Für Nürnberg liegt keine eigene Wirtschaftlichkeitsrechnung vor. Was die Haushaltssperre vorschreibt Die Haushaltssperre verkündeten König und Stadtkämmerer Thorsten Brehm am 29. Juli mit der Begründung, die Gewerbesteuereinnahmen lägen seit zwei Monaten unter den Erwartungen, die Sozialausgaben stiegen, und das Klinikum Nürnberg werde durch Bundesgesetzgebung zur Krankenversicherung zusätzlich belastet. Brehm formulierte damals den Maßstab: „Jeder noch nicht gebundene Euro muss jetzt auf seine Notwendigkeit geprüft werden.“ König sprach von einer „einschneidenden Maßnahme“, zu der es „keine verantwortbare Alternative“ gebe. Wie dieser Maßstab auf die Finals angewandt wird, ist offen. Die Sperre nimmt laufende Bauprojekte wie Volksbad und Opern-Spielstätte, Kultur-Großveranstaltungen wie das Bardentreffen sowie Schulen und Bildungseinrichtungen aus. Eine Ausnahme für ein noch nicht beschlossenes Sport-Großevent ist in der städtischen Darstellung der Sperre nicht enthalten. Ob die Stadt für die Finals einen Stadtratsbeschluss anstrebt und welche Gremien vorab befasst werden, geht aus den vorliegenden Mitteilungen nicht hervor. Die Sperre wirkt derweil bereits im Kleinen: Seit dem 15. September schaltet die Stadt ihre Brunnen schrittweise ab, früher als in anderen Jahren; bis Ende September sollen alle stillstehen. Die Ersparnis für 2026 beziffert die Stadt auf rund 27.000 Euro bei Wartung und Betrieb, hinzu kommen Strom, Wasser und Abwasser. Dieser Größenordnung steht nun ein städtischer Finals-Anteil von rund fünf Millionen Euro gegenüber. Kritik aus dem Stadtrat, Verteidigung durch den OB Die Linke im Nürnberger Stadtrat hält die Ausgabe nach dpa-Angaben für falsch priorisiert. Das Geld solle stattdessen in Sportinfrastruktur und in die direkte Unterstützung gemeinnütziger Sportvereine fließen. Die Nürnberger Nachrichten berichteten bereits am Mittwoch, noch vor der Pressekonferenz, dass die Pläne „sofort auf Kritik“ stießen. Stellungnahmen anderer Fraktionen zur Bewerbung liegen bislang nicht vor. Grünen-Fraktionschef Alexander Kahl hatte Ende Juli zur Haushaltssperre gesagt, die Krise komme „nicht aus dem Nichts“, und kritisiert, dass der Frankenschnellweg von der Sperre ausgenommen bleibe. Zu den Finals hat sich die Fraktion bislang nicht öffentlich geäußert. König begegnete der Kritik im Stadion offensiv. „Ich kann doch nicht alles zusperren. Davon wird's ja auch nicht besser“, sagte er laut t-online; die Stadt müsse „klug investieren in die Zukunft“. Söder ergänzte: „Wie man gegen Sport sein kann, habe ich bis heute nicht verstanden.“ Das Argument setzt voraus, dass die Finals eine Investition mit Rückfluss sind. Belege dafür liegen in Form der Hannover-Zahlen vor, deren Herkunft nicht ausgewiesen ist, und in Form der Übernachtungsprognose des Sportbürgermeisters. Eine Rechnung, wie viel davon in den städtischen Haushalt zurückfließt, existiert öffentlich nicht. Das Stadion als zweite offene Frage Das Max-Morlock-Stadion, Kulisse der Pressekonferenz und einer der genannten Austragungsorte, ist selbst ein Sanierungsfall. Der Umbau befindet sich laut Stadt in der Vorplanung, ein Baubeschluss ist nicht gefasst, die Wirtschaftlichkeit wird geprüft. König selbst sagte nach der Haushaltssperre, er glaube nicht, dass 2028 im Stadion die Bagger rollten. Ob ein Finals-Termin um 2030 mit dem Zustand des Stadions vereinbar ist oder eine Sanierung voraussetzt, hat die Stadt bislang nicht dargelegt. Für die kommenden Monate hat die Stadt eine Prüfphase angekündigt. Welche Kosten sie dabei zugrunde legt, wann der Stadtrat entscheidet und ob die Finanzierung der städtischen Hälfte vor oder nach der Bewerbung geklärt wird, sind die Fragen, an denen sich das Vorhaben messen lassen muss. Faktenkasten: Die Finals in Nürnberg Anlass: Pressekonferenz zur Interessensbekundung, 17. September 2026, Max-Morlock-Stadion Gesamtbudget: rund 10 Millionen Euro (dpa) Zusage Freistaat: bis zu 5 Millionen Euro, „zur Hälfte“ (Söder) Städtischer Anteil: rund 5 Millionen Euro, Finanzierung offen Erwartete Zuschauer: etwa 500.000 (Stadt); Übernachtungen: rund 15.000 (Krieglstein) Angestrebtes Jahr: „20XX“ (Stadt), „um 2030“ (dpa) Vergleich: Region Hannover 2026 2,75 Mio. Euro; Stuttgart 2027 über 5 Mio. Euro erwartet (dpa) Haushaltssperre: seit 29. Juli 2026; Freigabepflicht ab 50.000 Euro; Konsolidierung 2027 rund 80 Mio. Euro Brunnenabschaltung ab 15. September: Ersparnis rund 27.000 Euro (2026) Quelle Bild: Stadt Nürnberg/Christine Dierenbach

  • SGV-Frauen feiern 8:2-Torfestival beim ersten Heimspiel

    Die Frauen des SGV Nürnberg-Fürth 1883 haben ihr erstes Heimspiel der Saison 2026/27 in der Landesliga Nord mit 8:2 gegen den SV Altenstadt/Vohenstrauß gewonnen. Nach dem Auftaktsieg in der Vorwoche steht die Mannschaft damit nach zwei Spieltagen mit zwei Siegen da. Die Partie fand am Wochenende der Kalenderwoche 36 statt. Die Gäste aus der Oberpfalz treten in dieser Saison als Aufsteigerinnen in der Liga an. Sechs verschiedene Spielerinnen trugen sich für den SGV in die Torschützenliste ein. Cinzia Fritsch und Franziska Riepl trafen jeweils doppelt. Vier Tore bis zur Halbzeit Laut Spielbericht übernahm der SGV von Beginn an die Kontrolle und setzte die Gäste früh unter Druck. Bereits in der 8. Minute fiel das 1:0: Nach einer Hereingabe vollendete Cinzia Fritsch. In der 23. Minute erhöhte Mirjona Kafexholli mit einem Distanzschuss auf 2:0. Nur zwei Minuten später stellte Franziska Riepl auf 3:0. Lorena dela Volpe schloss in der 32. Minute einen Angriff zum 4:0 ab. Mit diesem Vorsprung ging es in die Pause. Gäste verkürzen zweimal – die SGV antwortet jeweils prompt Nach dem Seitenwechsel setzte die SGV die Offensive fort. Wenige Minuten nach Wiederanpfiff köpfte Sandra Asen nach einer Hereingabe zum 5:0 ein. In der 51. Minute erzielte Cinzia Fritsch ihren zweiten Treffer des Tages zum 6:0. Der SV Altenstadt/Vohenstrauß kam danach zu zwei Toren. Zunächst köpfte Pia Schmidt nach einem Eckball zum 6:1 ein. Die Antwort folgte in der 73. Minute durch Franziska Riepl, die ebenfalls ihr zweites Tor zum 7:1 markierte. Rund zehn Minuten vor dem Ende verkürzte Anna Pretzl im Alleingang auf die Torhüterin zu auf 7:2. Nur eine Minute später fiel der Schlusspunkt: Ein Schuss von Anja Heinzelmann aus der zweiten Reihe wurde von einer Altenstädter Verteidigerin abgefälscht und landete zum 8:2 im Netz. Bis zum Abpfiff behielt die SGV das Spielgeschehen laut Bericht unter Kontrolle. Zwei Siege aus zwei Spielen Mit dem Heimerfolg baut die SGV den erfolgreichen Saisonstart aus. Für die Einordnung des Starts wird entscheidend sein, wie die Mannschaft in den kommenden Wochen gegen etablierte Ligakonkurrenten besteht. Der Vereinsbericht selbst wertet die Leistung als Grundlage, auf der sich aufbauen lasse. Faktenkasten: Die Tore im Überblick Minute Spielstand Torschützin 8. 1:0 Cinzia Fritsch (SGV) 23. 2:0 Mirjona Kafexholli (SGV) 25. 3:0 Franziska Riepl (SGV) 32. 4:0 Lorena dela Volpe (SGV) kurz nach der Pause 5:0 Sandra Asen (SGV) 51. 6:0 Cinzia Fritsch (SGV) n. a. 6:1 Pia Schmidt (SV Altenstadt/Vohenstrauß) 73. 7:1 Franziska Riepl (SGV) ca. 80. 7:2 Anna Pretzl (SV Altenstadt/Vohenstrauß) ca. 81. 8:2 Anja Heinzelmann (SGV)

  • Metz startet TV-Produktion in Nürnberg – Umzug aus Zirndorf

    Der Fernsehhersteller Metz Consumer Electronics produziert seit dieser Woche in Nürnberg. Am Donnerstag, 10. September, hat das Unternehmen seine neue Fertigungslinie in der Sigmundstraße 189 offiziell in Betrieb genommen; die ersten Geräte laufen dort nach Unternehmensangaben ab sofort vom Band. Es ist der erste große Meilenstein eines Umzugs, mit dem Metz nach fast sieben Jahrzehnten seinen Sitz in Zirndorf aufgibt. Der Schritt fällt auf, weil er gegen den Strom läuft. Die Nürnberger Nachrichten werten den Produktionsstart als „starkes Signal" in einer Zeit, in der viele Betriebe ihre Fertigung ins Ausland verlagern. Auch die Stadt Nürnberg, die zur Eröffnung mit ihrer Wirtschaftsreferentin Dr. Andrea Heilmaier vertreten war, spricht von einer Stärkung des Industriestandorts. Bis Ende 2026 soll der gesamte Standortwechsel abgeschlossen sein. Die Belegschaft, so das Unternehmen, geht den Weg nach Nürnberg vollständig mit. Eine 96 Meter lange Linie und ein Sondermodell zum Auftakt Metz hat die Verlagerung genutzt, um seine Fertigung neu zu ordnen. Die bisher auf zwei Linien verteilte TV-Produktion wird in Nürnberg in einer einzigen, 96 Meter langen Fertigungslinie gebündelt. Ergänzt wird sie durch einen Manufakturbereich für besonders großformatige Geräte, wie das Unternehmen in seiner Mitteilung vom 10. September schreibt. Das erste Gerät, das offiziell vom Band rollte, ist das limitierte Sondermodell „Metz Cubus compact R", ein 32-Zoll-Fernseher. Zur Eröffnung begrüßte die Geschäftsführung neben Heilmaier auch Zhang Hongjun, President der Shenzhen Chuangwei-RGB Electronics Co Ltd, aus dem Mutterkonzern Skyworth, sowie Vertreter des Planungsbüros Fischer Planen und Bauen. Der Bayerische Rundfunk war ebenfalls vor Ort. Untergebracht ist die Fertigung in einem Bestandsgebäude, das für Metz umfassend umgebaut wurde. Energetisch wurde es nach Unternehmensangaben mit einer neuen Heizungsanlage, einer Photovoltaikanlage und Maßnahmen an der Gebäudehülle modernisiert. Das Fachportal ELEKTRObranche.at berichtete Anfang September von einem Mietvertrag über 15 Jahre – ein Zeichen, dass Metz sich langfristig in der Metropolregion bindet. „Die ersten Metz Fernseher, die heute in Nürnberg vom Band laufen, markieren für uns einen ganz besonderen Moment", sagte Metz-Geschäftsführer Dr. Norbert Kotzbauer zur Eröffnung. „Wir beginnen an einem neuen Standort und führen gleichzeitig das fort, was Metz seit Jahrzehnten auszeichnet: hochwertige Fernseher, entwickelt und gefertigt in Deutschland." Der Rest des Unternehmens folgt bis Jahresende Mit der Produktion ist erst ein Teil des Unternehmens umgezogen. Entwicklung, Qualitätssicherung, Verwaltung und After-Sales-Service sollen in den kommenden Monaten sukzessive folgen. Ziel ist es laut Metz, künftig alle Unternehmensbereiche unter einem Dach zusammenzuführen – mit kürzeren Wegen und optimierten Abläufen. Der Zeitplan ist auch durch äußere Umstände gesetzt: Nach Angaben von ELEKTRObranche.at läuft der Mietvertrag für das bisherige Werk an der Ohmstraße in Zirndorf zum Jahresende 2026 aus. Die neue Adresse liegt rund sechs Kilometer entfernt, zehn Autominuten, wie das Portal schreibt. Eine Änderung gibt es allerdings: Die Logistik für Fertigwaren wird künftig ausgelagert. Mit einem Personalabbau sei das nicht verbunden, betont Metz – alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter würden übernommen. Wie viele Beschäftigte der Umzug betrifft, nennt das Unternehmen nicht. Auch zur Höhe der Investition in den Umbau des Nürnberger Gebäudes liegen bislang keine Angaben vor. Chinesischer Eigentümer, deutsche Fertigung Dass Metz überhaupt noch in Franken produziert, ist keine Selbstverständlichkeit. Das 1938 gegründete Unternehmen meldete im November 2014 Insolvenz an. Anfang 2015 wurde es aufgeteilt: Der chinesische Elektronikkonzern Skyworth übernahm die Fernsehsparte, die seither als Metz Consumer Electronics GmbH firmiert; Blitzgeräte und Kunststofftechnik gingen an einen anderen Eigentümer. Die Nürnberger Nachrichten hatten zu Jahresbeginn 2025 an das zehnjährige Jubiläum dieser Rettung erinnert. Der Umzug hat darüber hinaus eine historische Note. Nach der Firmenchronik gründete Paul Metz das Unternehmen 1938 in Nürnberg, bevor es nach Zirndorf ging. Mit der Sigmundstraße kehrt die Marke also an ihren Gründungsort zurück. Unter dem Dach von Skyworth führt Metz heute zwei Marken. „Metz Classic" steht laut Unternehmen für Premium-Fernseher „Made in Germany"; „METZ blue" umfasst Smart-TVs mit Google TV oder Roku TV. Nürnberg wird nach den Angaben der Mitteilung zur Produktionsstätte der Marke Metz Classic. Wo die Geräte der Marke METZ blue gefertigt werden, geht aus der Mitteilung nicht hervor. Aus Sicht des Mutterkonzerns, so heißt es in der Mitteilung weiter, markiere der Produktionsstart einen wichtigen Schritt für die weitere Entwicklung des Unternehmens und seiner Produkte. Kotzbauer selbst formulierte es so: „‚Made in Germany' bleibt der wesentliche Teil unserer Identität." Was das für Nürnberg bedeutet Für die Stadt ist der Zuzug in doppelter Hinsicht willkommen: Eine Bestandsimmobilie wird revitalisiert, und ein Industriebetrieb kommt hinzu. „Mit dem neuen Standort gewinnt unsere Stadt ein traditionsreiches Unternehmen, das Entwicklungskompetenz, industrielle Fertigung und qualifizierte Arbeitsplätze in der Region verbindet", sagte Wirtschaftsreferentin Heilmaier bei der Eröffnung. Dass die ersten Fernseher nun in Nürnberg vom Band liefen, zeige, „dass industrielle Wertschöpfung ‚Made in Germany' hier eine Zukunft hat". Das fügt sich in das Bild, das die Stadt selbst von ihrem Standort zeichnet. In der im Juni vorgelegten „Positionsbestimmung 2026" bezifferte das Wirtschaftsreferat die Zahl der sozialversicherungspflichtig Beschäftigten in Nürnberg auf rund 320.600 und die Gewerbesteuereinnahmen des Jahres 2025 auf 714 Millionen Euro – nach eigener Darstellung ein Höchststand. Nürnberg behaupte sich als bedeutender Industrie- und Digitalstandort, hieß es damals. Der Wert des Zuzugs liegt dabei weniger in der Zahl der Arbeitsplätze – die nicht öffentlich ist – als in der Botschaft: Ein Konsumelektronik-Hersteller mit chinesischem Eigentümer entscheidet sich für eine langfristige Fertigung in Franken. Offen bleibt, was mit dem bisherigen Areal an der Ohmstraße in Zirndorf geschieht; aus den vorliegenden Informationen geht dazu nichts hervor. Ebenso unbeantwortet ist, in welchem Umfang die Nürnberger Linie künftig ausgelastet sein wird. Metz hatte bereits 2025 angekündigt, am neuen Standort neben Fernsehern auch andere Produkte herstellen zu wollen; welche das sind, präzisiert die aktuelle Mitteilung nicht. Faktenkasten: Der Metz-Umzug im Überblick Neuer Standort: Sigmundstraße 189, Nürnberg (umgebautes Bestandsgebäude, Mietvertrag laut ELEKTRObranche.at über 15 Jahre) Bisheriger Standort: Ohmstraße, Zirndorf; Mietvertrag läuft Ende 2026 aus Produktionsstart: 10. September 2026; erstes Gerät: Sondermodell „Metz Cubus compact R" (32 Zoll) Fertigung: eine neu organisierte, 96 Meter lange Linie plus Manufakturbereich für großformatige Geräte Zeitplan: Entwicklung, Qualitätssicherung, Verwaltung und After Sales folgen bis Ende 2026 Belegschaft: zieht vollständig mit; Fertigwarenlogistik wird ausgelagert, alle Beschäftigten werden übernommen; Beschäftigtenzahl nicht genannt Eigentümer: Skyworth (China), seit 2015

  • Nürnberg im August 2026: Rekordsommer und Hitzevorsorge

    Der August 2026 war in Nürnberg ein Monat der großen Zahlen und der stillen Vorsorge. Laut Stadt Nürnberg besuchten über 230.000 Menschen das 50. Bardentreffen, rund 200.000 kamen zu Klassik Open Air und Stars im Luitpoldhain, und bei der Parade zum Christopher Street Day zählte die Polizei nach Angaben der Abendzeitung München mehr als 20.000 Teilnehmende – ein Rekordwert. Zugleich zeigte der Monat, wie stark der Betrieb der Stadt inzwischen von Wetterlagen abhängt: Stadt und Verkehrs-Aktiengesellschaft (VAG) legten laut Stadt Nürnberg ein Maßnahmenpaket gegen Hitzeschäden an der Straßenbahninfrastruktur vor, der Baubürgermeister führte durch die Schwammstadt-Projekte der Altstadt. Dazwischen unterbrach ein Fund aus dem Zweiten Weltkrieg für einen Nachmittag den Betrieb eines der größten Industriestandorte der Stadt: Auf dem Gelände von Siemens Energy in Gibitzenhof musste laut Stadt Nürnberg ein Blindgänger entschärft werden, rund 2.000 Beschäftigte verließen den Sperrkreis. Am Monatsende begann mit dem 200. Herbstvolksfest die längste Veranstaltungstradition der Stadt – und mit der Ankündigung einer Tagung zum künftigen „Haus der Demokratie" ein Projekt, das den Umgang mit dem NS-Erbe neu ordnen soll.

  • SGV Nürnberg/Fürth: 4:0-Sieg zum Landesliga-Auftakt

    Die 1. Frauenmannschaft der SGV Nürnberg/Fürth hat den Auftakt in die neue Landesliga-Saison mit einem 4:0-Auswärtssieg gewonnen. Am Sonntag, 30. August, setzte sich das Team beim Aufsteiger FC Hopferstadt durch. Franziska Riepl erzielte zwei der vier Treffer. Für die SGV ist es das zweite Pflichtspiel der Saison — und das zweite ohne Niederlage. Zuvor hatte die Mannschaft im Pokal 2:1 gegen den Bayernligisten FC Ezelsdorf gewonnen, also gegen einen Gegner aus der übergeordneten Spielklasse. Zwei Treffer vor der Pause Die SGV bestimmte das Spiel von Beginn an. Die Mannschaft trat konzentriert auf, kontrollierte das Geschehen über weite Strecken und setzte die Gastgeberinnen wiederholt unter Druck. In der 20. Minute fiel die Führung: Franziska Riepl traf zum 1:0. Vor der Pause legte die SGV nach — E. Bahm erhöhte in der 36. Minute auf 2:0. Die Vornamen der Torschützinnen Bahm und Asen gehen aus dem vorliegenden Material nicht hervor. Für Hopferstadt war es die erste Partie in der Landesliga. Der Verein hatte sich den Aufstieg aus der Bezirksoberliga Unterfranken erarbeitet und ging entsprechend motiviert in das Spiel. Nach der Pause ein ausgeglicheneres Spiel Nach dem Seitenwechsel kamen die Gastgeberinnen mutiger aus der Kabine und versuchten, die Partie zu drehen. Sie agierten entschlossener und zielstrebiger als in den ersten 45 Minuten. Zeitweise entwickelte sich ein ausgeglicheneres Spiel, in dem sich auf beiden Seiten Ungenauigkeiten einschlichen. Der Spielstand geriet dennoch nicht in Gefahr. Die SGV nutzte die entstehenden Räume und baute die Führung im letzten Viertel der Partie aus: In der 79. Minute traf erneut Franziska Riepl zum 3:0, fünf Minuten später sorgte S. Asen mit dem 4:0 für den Endstand. Zur Zuschauerzahl, zu den Aufstellungen und zu einzelnen Spielszenen liegen keine Angaben vor. Auch Stimmen aus den beiden Mannschaften sind bislang nicht dokumentiert. Ein Auftakt im Kontext der Vorbereitung Der Saisonstart fügt sich in eine Vorbereitung ein, die nach Einschätzung des Vereins vielversprechend verlaufen war. Der Pokalsieg gegen Ezelsdorf hatte bereits einen Hinweis darauf gegeben, mit welchen Ambitionen die Mannschaft in die Spielzeit geht. Wie belastbar der Auftakterfolg ist, lässt sich nach einem Spiel nicht beurteilen: Der Gegner war ein Aufsteiger in seiner ersten Landesliga-Partie, ein Vergleichswert aus der Liga fehlt der SGV damit noch. Aussagekräftiger dürften die kommenden Wochen werden, in denen die Mannschaft auf etablierte Ligakonkurrenz trifft. Delay Sports Berlin auf dem Adidas-Campus Vor dem nächsten Ligaspiel steht ein Aufeinandertreffen mit einem Gegner an, der in dieser Saison erstmals antritt: Die SGV empfängt das neu gegründete Frauenteam von Delay Sports Berlin auf dem Adidas-Campus. Erstes Heimspiel am Sonntag In der Liga geht es für die SGV am kommenden Sonntag weiter. Zum ersten Heimspiel der Saison empfängt die Mannschaft den SV Altenstadt/Vohenstrauß. Anstoß ist um 17:00 Uhr an der Regelsbacher Straße. Die Partie in Zahlen Ergebnis: FC Hopferstadt – SGV Nürnberg/Fürth 0:4 Datum: Sonntag, 30. August 2026 Wettbewerb: Landesliga, 1. Spieltag Tore: 0:1 Franziska Riepl (20.), 0:2 E. Bahm (36.), 0:3 Franziska Riepl (79.), 0:4 S. Asen (84.) Saisonbilanz SGV: zwei Pflichtspiele, zwei Siege (2:1 im Pokal gegen FC Ezelsdorf, 4:0 in Hopferstadt) Nächstes Ligaspiel: Sonntag, 17:00 Uhr, gegen SV Altenstadt/Vohenstrauß, Regelsbacher Straße

bottom of page