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Reichsparteitagsgelände: Ausstellung zeigt Wandel seit 1945

vor 7 Stunden
3 Min. Lesezeit

Das Wichtigste in Kürze

  • In der Meistersingerhalle Nürnberg ist vom 20. Oktober bis 13. November 2026 die Ausstellung „Das ehemalige Reichsparteitagsgelände im 21. Jahrhundert – Transformationen nationalsozialistischer Räume“ zu sehen.

  • Sie zeigt Fotografien aus dem gleichnamigen Buch von Stefan Applis, Ingmar Reither und Richard Rongstock, das 2024 erschienen ist.

  • Die Eröffnung am Dienstag, 20. Oktober, um 18 Uhr ist kostenlos und ohne Anmeldung möglich.

  • An drei Terminen ist die Ausstellung zusätzlich bei freiem Eintritt geöffnet: 25. Oktober, 7. November und 13. November.


Eine Fotoausstellung in der Meistersingerhalle zeichnet nach, wie sich das ehemalige Reichsparteitagsgelände in Nürnberg seit 1945 verändert hat. Die Schau „Das ehemalige Reichsparteitagsgelände im 21. Jahrhundert – Transformationen nationalsozialistischer Räume“ ist vom 20. Oktober bis 13. November 2026 im großen Foyer der Meistersingerhalle an der Schultheißallee 2 zu sehen. Das hat die Stadt Nürnberg angekündigt.


Die Ausstellung präsentiert ausgewählte Fotografien aus dem gleichnamigen Buch von Stefan Applis, Ingmar Reither und Richard Rongstock, das 2024 im Mitteldeutschen Verlag erschienen ist. Die Bilder werden mit erläuternden Texten gezeigt.


Was zeigt die Ausstellung zum Reichsparteitagsgelände?

Im Mittelpunkt steht der Umgang mit dem Gelände nach dem Ende der NS-Diktatur. Laut Stadt Nürnberg wechselten sich in den ersten Nachkriegsjahrzehnten Zeiten der Verdrängung und baulichen Überformung mit Umnutzungen für Sport und Freizeit ab. Zuletzt rückten der bewusste Erhalt der früheren NS-Bauten und die kulturell-pädagogische Auseinandersetzung mit ihrer Geschichte in den Vordergrund.


Die Ausstellung will die aktuelle Debatte über den erinnerungskulturellen Umgang mit den Bauten der NS-Diktatur um eine visuelle Bilanz ergänzen. Sie soll nach Angaben der Veranstalter auch dazu anregen, das Areal rund um den Ausstellungsort selbst zu erkunden.


Der Ort ist dabei selbst Teil des Themas: Die Meistersingerhalle steht nach Angaben der Stadt im Bereich der früheren Aufmarschfläche „Luitpoldarena“ und gehört damit zum Stadtraum, der sich nach 1945 gewandelt hat.


Wer sind die Autoren?

  • Stefan Applis studierte Geografie, Philosophie und Germanistik und lehrt an der Friedrich-Alexander-Universität Erlangen-Nürnberg (FAU). Seine Bücher über die Region Swanetien in Georgien wurden 2023 mit dem Destination Award der Internationalen Tourismusmesse Berlin ausgezeichnet.

  • Ingmar Reither ist wissenschaftlicher Mitarbeiter am Kunst- und Kulturpädagogischen Zentrum der Museen in Nürnberg und dort für Vermittlungsangebote zu Erinnerungskultur und Alltagsgeschichte zuständig.

  • Richard Rongstock unterrichtet an der Staatlichen Berufsoberschule Nürnberg und der Virtuellen Berufsoberschule Bayern und publiziert zu Geschichte und Geschichtsdidaktik.


Wann ist die Ausstellung geöffnet und was kostet der Eintritt?

Eröffnet wird die Ausstellung am Dienstag, 20. Oktober 2026, um 18 Uhr mit einem Grußwort von Katherina Puff-Schwartz, Leiterin der Meistersingerhalle. Matthias Klaus Braun vom städtischen Stab ehemaliges Reichsparteitagsgelände ordnet die Schau inhaltlich ein, danach erläutern die drei Autoren ausgewählte Fotografien. Die Teilnahme ist kostenlos, eine Anmeldung ist nicht nötig.


Bis 13. November ist die Ausstellung zu den regulären Veranstaltungen im großen Saal mit der jeweiligen Eintrittskarte zugänglich. Bei freiem Eintritt geöffnet ist sie zusätzlich:


  • Sonntag, 25. Oktober, 11 bis 15 Uhr, in Anwesenheit der Autoren

  • Samstag, 7. November, 15 bis 18 Uhr

  • Freitag, 13. November, 13 bis 16 Uhr


Veranstalter ist der Stab ehemaliges Reichsparteitagsgelände/Zeppelintribüne und Zeppelinfeld im Geschäftsbereich Kultur des Oberbürgermeisters, gemeinsam mit der Meistersingerhalle. Gefördert wird die Ausstellung von der Zukunftsstiftung der Sparkasse Nürnberg und der Kost-Pocher’schen Stiftung.


Bauen auf dem Gelände geht weiter

Die Ausstellung fällt in eine Zeit, in der sich das Gelände erneut verändert. An der Kongresshalle laufen derzeit zwei Bauvorhaben: ein Erweiterungsbau für das Staatstheater Nürnberg und die Sanierung des bestehenden Rundbaus. Über beide informiert seit Kurzem ein Info-Container nahe dem Zugang zum Innenhof, wie die Stadt am 13. Oktober mitteilte.


Was offen ist

Wie viele Fotografien gezeigt werden und ob die Ausstellung nach dem 13. November an einem anderen Ort zu sehen sein wird, geht aus der Ankündigung der Stadt nicht hervor. Weitere Kulturthemen finden Sie in der Rubrik Kultur.



Titelbild: Tretboote am Dutzendteich, im Hintergrund die Kongresshalle auf dem ehemaligen Reichsparteitagsgelände – Stefan Applis (Pressefoto zur Ausstellung, Stadt Nürnberg)

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